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Mit Festmist düngen: Alfred Pöllinger-Zierler im Interview

Erschienen in: LANDWIRT 13-14/2026

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Mist muss mittlerweile auch auf Ackerflächen innerhalb kurzer Zeit eingearbeitet werden. Alfred Pöllinger-Zierler weiß, dass viele Bauern damit Schwierigkeiten haben.
Quelle: Vetta

LANDWIRT: Warum ist Gülle mittlerweile dominierend und welchen Anteil am Wirtschaftsdünger nimmt Festmist in etwa ein?

Alfred PÖLLINGER-ZIERLER: Seit rund 20 Jahren nimmt der Anteil von Gülle am Wirtschaftsdünger ständig zu, während Festmist abnimmt. Festmistsysteme sind arbeitswirtschaftlich aufwendiger und Stroh in Grünlandgebieten nicht immer verfügbar. Mittlerweile fallen drei Viertel des Wirtschaftsdüngers in Form von Flüssigmist und nur ein Viertel in Form von Festmist an.

Betrachten wir nur die Düngewirkung. Was ist zu bevorzugen – Mist oder Gülle?

Diese Frage ist schwierig. Ein Festmist- Jauchesystem, bei dem ich einen Flüssig- und einen Festmistteil habe, ist spitze. In der Jauche habe ich einen rasch wirksamen Stickstoff, der insbesondere im Frühjahr sehr gut einsetzbar ist. Der Festmist hingegen ist kein unmittelbarer Nährstoffdünger für die Pflanze, sondern ein Bodendünger, der die Pflanzen ernährt. Mist ist ein genialer Wasserpuffer.

In Bezug auf den Nährstoffgehalt: Welche Düngerart hat den höchsten Nährstoffgehalt?

In Gumpenstein laufen seit 50 Jahren Dauerversuche dazu.

Diese Fragen werden im Interview u.a. noch beantwortet:

  • Wie hoch ist der wirtschaftliche Wert von Festmist?
  • Wann sollte eine Feldmiete gestartet werden, um ausreichend gut zu verrotten?
  • Wo ist die Futterverschmutzung größer – bei Gülle oder Festmist?
  • Wie kann man die Rotte von Festmist beschleunigen?

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