ForstMit Licht und Lücke zum Dauerwald

Mit Licht und Lücke zum Dauerwald

Erschienen in: LANDWIRT 22/2025

Ob punktuell, gruppenweise oder entlang von Rändern – entscheidend ist, dass im Wald ausreichend Licht für die Verjüngung entsteht.
Quelle: Jäger

Die erhöhte Störungsanfälligkeit homogener Bestände gegenüber Wind, Dürre, Insektenbefall und weiteren Stressoren erfordert langfristig stabile, stufige Waldstrukturen mit differenziertem Kronen- und Wurzelschluss. Der Plenterwald – ein ungleichaltriger Mischwald mit kontinuierlicher Einzelstammentnahme – stellt hierbei ein bewährtes Zielbild dar. Der Weg dorthin bedarf jedoch sorgfältig geplanter und über mehrere Jahre angelegter waldbaulicher Eingriffe, die sich an standortspezifischen Bedingungen orientieren. Drei Verfahren haben sich in der Praxis besonders bewährt, um den Umbau einzuleiten: Femelschlag, Schirmschlag und der kombinierte Saum-Femel-Schlag.

Licht regulieren

Beim Femelschlag werden kleinere Gruppen von Altbäumen entnommen – sogenannte Femelkerne, um punktuell Licht in den Bestand zu bringen. Dadurch entstehen günstige Bedingungen für die Naturverjüngung: Lichtbaumarten wie Eiche oder Lärche finden in der Kernzone ausreichend Helligkeit, während am Rand auch schattentolerante Arten wie Buche oder Tanne nachkommen können. Die Femelkerne werden in mehreren Etappen über die Fläche verteilt und mit zeitlichem Abstand erweitert. So entsteht allmählich eine kleinteilig gegliederte, ungleichaltrige Struktur.

Was der Artikel noch bereithält:

  • Möglichkeiten, das Licht zu regulieren
  • Ausgangslage bewerten, Fahrplan erstellen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00