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Was ist Mortellaro?
Bei Mortellaro handelt es sich um eine Hauterkrankung, die sich meist an den Hautstellen im hinteren Ballenbereich der Hinterklauen zeigt. Aber auch eine Infektion im Zwischenklauenbereich und in weiter vorangeschrittenen Hornwanddefekten ist möglich. Die Erreger von Mortellaro sind anaerob, das heißt sie meiden Sauerstoff. Aus diesem Grund zeigt sich die Infektion bei Rindern an Körperstellen, die weniger in Kontakt mit Sauerstoff kommen. In Herden mit einem hohen Infektionsdruck wurden aber auch schon mortellaroähnliche Läsionen am Euter festgestellt. Eine akute Infektion sieht und riecht man. Der Geruch ist süßlich faulig, die Läsionen sind erdbeerartig, also gerötet, haarlos und am Rand umgeben von abstehenden Härchen. Schreitet die Infektion weiter fort, kommt es zu warzenähnlichen Bildungen und damit zu einer chronischen Erkrankung. Das Immunsystem bemerkt eine Mortallaroinfektion erst spät, weshalb sich die Läsionen relativ ungehindert ausbreiten können.
Einfluss der Klauenpflege
Regelmäßige und fachgerechte Klauenpflege ist eine wesentliche vorbeugende Maßnahme für alle Arten von Klauenerkrankungen. Doch auch wenn Mortellaro nicht direkt das Horn, sondern die umgebende Haut befällt, hilft die Klauenpflege hier prophylaktisch. Denn eine funktionierende Hohlkehlung sorgt dafür, dass der Klauenspalt sauber bleibt und im Liegen abtrocknen kann. Genügend Trachtenhöhe führt dazu, dass der Ballen des Rindes weniger im Dreck steht. Und zu guter Letzt: gesunde Klauen machen gesunde Kühe und diese haben ein stärkeres Immunsystem, mit dem sie sich gegen alle möglichen Erreger wehren können.
Das erfahren Sie noch in diesem Beitrag:
- Risikofaktoren für das Ausbreiten von Mortellaro
- so bewegen sich betroffene Rinder
- Behandlungsmöglicheiten
- Einfluss der Genetik
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