ForstNach Waldbrand: Bayern unterstützt Wiederaufforstung

Nach Waldbrand: Bayern unterstützt Wiederaufforstung

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EIne Forstwirtin pflanzt eine Tannen-Ballenpflanze mit einem Hohlspaten.
Quelle: Tobis Hase/StMELF

Die Lage des Waldbrandes im Chiemgau hat sich nach Einschätzung der Rettungskräfte aktuell stabilisiert. „Mein Respekt und meine Anerkennung gilt allen Einsatzkräften, die Tag und Nacht gegen die Flammen am Saurüsselköpf ankämpfen. Schon jetzt ist klar: Der Waldbrand ist mittlerweile einer der größten Waldbrände, die wir in Bayern in den vergangenen Jahrzehnten erlebt haben.“ bekräftigt Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber. Sie informierte nun, wie der Freistaat bei der Wiederaufforstung unterstützt.

Schutzwald wiederaufbauen

Die betroffene Waldfläche erfüllt als Schutzwald und im Zusammenhang mit Trinkwassergewinnung wichtige Funktionen. „Schutzwald hat für uns höchste Priorität. Wenn das Feuer gelöscht ist, werden wir die Flächen anschauen, die Wiederaufforstung planen und gemeinsam mit den Staatsforsten umsetzen. Wir werden am Saurüsselkopf hierzu neue Sanierungsflächen ausweisen, um den Schutzwald möglichst rasch wieder aufzubauen“, erklärt Kaniber. Die Planung und Finanzierung der Schutzwaldsanierung erfolgen durch die Forstverwaltung, die Umsetzung der Maßnahmen im Staatswald bewerkstelligen die Bayerischen Staatsforsten.

Im Privat- und Körperschaftswald unterstützt die Forstverwaltung eine Wiederaufforstung, sei es nach Borkenkäfer-Befall oder Waldbrand. Die Waldförderung wurde hierfür erst kürzlich neu gestaltet. Körperschaften und private Waldbesitzer erhalten beispielsweise 3,80 Euro pro Pflanze. Zu den Grundfördersätzen sind diverse Zuschläge möglich. So erhöhen sich die Sätze im Schutzwald nochmals um 50 %, im Kleinprivatwald bis 20 ha um 10 %.

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