ForstNachfrage nach Nadelsägerundholz flacht ab

Nachfrage nach Nadelsägerundholz flacht ab

Quelle: Jäger

Der Aufschwung der globalen Konjunktur hat schneller und kräftiger als erwartet stattgefunden. Dies führte zu Lagerabbau und Materialengpässen sowie zu höheren Preisen bei Rohstoffen sowie Vorprodukten. In Österreich lag das Wirtschaftswachstum über dem Durchschnitt des Euro-Raumes. Neben dem Aufschwung in der Gastronomie, trägt auch die anhaltende Nachfrage in der Bauwirtschaft dazu bei. Während in anderen Industrie- und Baubereichen der Materialengpass weiterhin für Probleme sorgt, ist bei der Verfügbarkeit von Schnittholzprodukten jedoch eine Entspannung eingetreten.

Die Standorte der österreichischen Sägeindustrie sind sehr gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. In Tirol, Niederösterreich und Kärnten wird meist noch von einer regen Nachfrage berichtet, wobei für Kärnten bereits Einkaufsstopps einzelner Abnehmer angekündigt wurden. In Vorarlberg werden Lieferungen abseits des Starkholzes kontingentiert, in der Steiermark ist die Nachfrage in Kombination mit gedrosselter Rundholzzufuhrmöglichkeit abnehmend. In Oberösterreich kommt es aufgrund der großzügigen Aufarbeitung der Sturmschäden und entsprechenden Mengen zu Verzögerungen beim Abtransport. Anfang Oktober fällt die behördlich verhängte Einschlagsbeschränkung in Deutschland. Dementsprechende Nachholeffekte werden erwartet, gewisse Mengen werden auch auf den österreichischen Markt drängen. Der Preisanstieg der letzten Monate ist zum Stillstand gekommen, die Preise für Fichte A/C, 2b haben sich österreichweit zwischen 105 und 120 Euro gefestigt. Unverändert ist auch die rege Nachfrage nach Lärche.

Volle Lager in der Papierindustrie

Produktionsstillstände sowie ein hohes Angebot an Hackgut und Sägespäne führen zu vollen Lagern bei der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie. In Abhängigkeit der anfallenden Menge sind die Absatzmöglichkeiten von Industrierundholz sowie der Abtransport regional sehr unterschiedlich. Exporte z.B. nach Slowenien oder Bulgarien sorgen für mengenmäßige Entlastung und weiteren Abbau von Waldlagern. Die Preise sind weiterhin auf unterdurchschnittlichem Niveau. Die Nachfrage nach Rotbuchenfaserholz ist bei stabilen Preisen als normal zu bezeichnen.

Am Energieholzmarkt ist weiterhin kaum Nachfrage zu verzeichnen. Mengen außerhalb bestehender Verträge können kaum abgesetzt werden. Eine Entspannung wird erst mit dem Beginn der Heizperiode erwartet.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum August – Anfang September 2021 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.

Quelle: LK Österreich

Kommentare