ForstNadelsägerundholz noch immer gut nachgefragt

Nadelsägerundholz noch immer gut nachgefragt

Quelle: DZMITRY PALUBIATKA/shutterstock.com

Bei anhaltend guten Absatzmöglichkeiten und dem historischen Preisniveau bei Schnittholz werden die Produktionskapazitäten je nach Rundholzverfügbarkeit voll ausgefahren. Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz ist daher ausgesprochen rege, die Sägewerke sind derzeit auch für anfallendes Schadholz voll aufnahmefähig. Die Preise für das 3. Quartal haben nochmals kräftig zugelegt. Der untere Wert des Preisbandes hat österreichweit die 100 Euro-Marke erreicht. Die Preise für Braunbloche bzw. C-Kreuz-Qualität haben an das Niveau von vor der Käferkalamität angeschlossen. Bereitgestellte Mengen werden in der Regel rasch abtransportiert und zügig übernommen. Saisonal bedingt konzentriert sich die Holzernte bei landwirtschaftlich dominierten Betrieben auf die Aufarbeitung von Käferholz. Betriebe mit hoher Waldausstattung nutzen die attraktiven Rahmenbedingungen für eine Intensivierung der Nutzung. Bei Lärche sind die Preise ebenfalls gestiegen, die Nachfrage übersteigt das Angebot.

Die Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie ist nach wie vor sehr gut mit Industrierundholz bevorratet. Obwohl ein kontinuierlicher Holzabfluss gegeben ist, gibt es vor allem in den Käfergebieten noch ein Überangebot an Nadel-Industrieholz. Für mengenmäßige Entspannung sorgen Exporte nach Slowenien und Rumänien.

Süddeutschland: Holzmärkte kühlen allmählich ab

Der Höhenflug der Holzmärkte geht allmählich zu Ende, noch bevor die Forstbetriebe davon wirklich profitieren. In den USA sind die Schnittholzpreise deutlich rückläufig. Auch im Inland geraten die Endmärkte von Holzprodukten in eine ruhigere Phase. Erzeuger von Konstruktionsvollholz berichten beispielsweise von rückläufigen Auftragsbeständen und einer verbesserten Versorgung mit Rohware. Die Ausgangslage der Forstbetriebe in Süddeutschland für die Verhandlung neuer Lieferkontrakte dürfte sich dadurch tendenziell verschlechtern.

Die extremen Regenfälle Mitte Juli im (Süd-)Westen Deutschlands dämpfen voraussichtlich den Schwärmflug der Borkenkäfer und stärken die Vitalität der Bäume. Hitze und Trockenheit im Nordosten der Bundesrepublik fördern dagegen die Ausbreitung der Borkenkäfer. Die dort anfallenden Holzmengen strahlen auch auf die Märkte in Süddeutschland aus. Konkrete Aussagen zu aktuellen Preisen sind schwierig bzw. weisen eine weite Spanne auf. In kurzfristigen Kontrakten über geringe Frischholzmengen können durchaus 120 Euro/Fm erzielt und im Einzelfall überschritten werden. In großen und für eine längere Spanne geltenden Verträge dürfte diese Marke kaum erreichbar sein. Frisches Käferholz wird vielfach zu etwa 85 Euro/Fm vermarktet.

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