Es ist eine sehr einfache Rechnung. Die Ernte eines Wertholz-Stamms im Verhältnis zu einem ungepflegten Stamm bringt beim Laubholz einen enormen finanziellen Unterschied. Fünffach höher war der Eichenpreis im Mittel bei der letzten Oberösterreichischen Laubwertholzsubmission im Jänner 2025 (mit 847 Euro) gegenüber dem Preis für Eichenblochholz in C-Qualität. Besonders wertbestimmend sind der Stammdurchmesser und die Astigkeit. Beide Merkmale lassen sich durch die Laubholzpflege – mit wenigen gezielten Maßnahmen – stark beeinflussen. Wieviel Wert im Wald erzeugt wird, entscheidet sich schon Jahrzehnte vor der Ernte. Besonders im Alter von 10 bis 25 Jahren kann mit gezielten Pflegemaßnahmen eine hohe Qualität erreicht werden.
Laubholz: die zwei Phasen der Wertholzentwicklung
Die Anlage von Laubwertholzflächen muss sorgfältig geplant und durchdacht werden, um unnötige Kosten zu sparen und Erfolg haben zu können. Die Basis dazu wird bereits in den ersten Entwicklungsphasen gelegt. Der richtigen Pflanzenwahl, dem Aufforstungsplan und der qualifizierten Pflege kommt daher höchste Bedeutung zu.
Bei den meisten Laubbaumarten sind 70 Zukunftsbäume je Hektar sinnvoll. Bewährt hat sich ihre Pflege im Q-D-Verfahren. Hier unterteilt man die Wertholzentwicklung in zwei Phasen, die Qualifizierung und Dimensionierung.
In der ersten Phase – der Qualifizierung – wird die astfreie Stammlänge entwickelt. Bei vielen Baumarten ist dazu die Astung notwendig, da sonst Totäste einwachsen oder Starkäste den unteren Stammbereich entwerten. Mit rund 6 – 8 m Höhe beginnt daher die meist wichtigste Phase in der Laubholzpflege. Das diese Zeit mit Arbeit verbunden ist, steht außer Frage. Die Astung und Z-Baumfreistellung können aber sehr effizient durchgeführt werden – wenn man ein paar Tipps berücksichtigt. Dann gehören diese wenigen zusätzlichen Arbeitsstunden umgerechnet zu den bestbezahlten Tätigkeiten im Wald. Bei den Laubholz-Pflegeaktionen wird die konkrete Umsetzung von Auszeige, Astung bis Durchforstung gezeigt.
Erfolgsgeschichte Laub-Wertholzsubmission – Anlieferung ab Dezember
Neben der erfolgreichen Pflege ist auch die Vermarktung der Bäume ein wesentlicher Bestandteil. Optimale Chancen für kleinere Waldbesitzer bietet die Laub-Wertholzsubmission in Oberösterreich. Sie wird jährlich Ende Jänner vom Waldverband und der Landwirtschaftskammer OÖ in St. Florian bei Linz organisiert. Für die nächste Laub-Wertholzsubmission mit dem Aktionstag am 30. Jänner 2026 startet bereits im Dezember wieder die Anlieferung.
Termine Laubholz-Pflegeaktionen:
| Braunau | 11. Dezember und 19. Februar |
| Grieskirchen und Eferding | 16. Dezember |
| Steyr-Land | 29. Jänner und 5. Februar |
| Rohrbach | 27. Februar |
| Freistadt | 13. und 20. März |
Nähere Informationen erhalten Sie bei den Bezirksförstern und den Forstberatern der Landwirtschaftskammern. Um Anmeldung zu den Veranstaltungen wird gebeten.
Hier können Sie die neu aufgelegte Laubholzbroschüre downloaden.

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