AckerbauPflanzenschutzNeue Sichtungen von Japankäfern in Deutschland

Neue Sichtungen von Japankäfern in Deutschland

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Quelle: Olaf Zimmermann

In Südbaden hat der Pflanzenschutzdienst jetzt erneut Japankäfer gesichtet. Wie das Landwirtschaftliche Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg am Montag (14.7.) bekannt gab, wurden insgesamt elf Käfer im Stadtgebiet von Freiburg, darunter ein Weibchen, in der Nähe des Güterbahnhofs und ein einzelner Japankäfer in Weil am Rhein gefunden, ebenfalls in der Nähe des Güterbahnhofs. Eine Untersuchung zur Lokalisierung der Herkunft des Quarantäneschädlings ist angelaufen.

Der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Freiburg hat im Radius von 1,5 km um die Fänge 20 Fallen installiert. Damit sollen eine mögliche Befallsfläche und die Herkunft der Käfer genauer lokalisiert werden. Im vergangenen Jahr waren bereits einzelne Japankäfer im Südwesten gefunden worden.

In Weil am Rhein seien aktuell keine weiteren Maßnahmen geplant, da in Basel bereits ein abgegrenztes Gebiet für den Japankäfer ausgewiesen sei, das auch den Landkreis Lörrach betreffe, so das LTZ. Dieses Gebiet werde bereits seit 2024 intensiv vom Regierungspräsidium Freiburg mit 20 Fallen überwacht.

Der Japankäfer

Der ursprünglich aus Japan stammende Käfer kann laut dem Julius Kühn-Institut (JKI) eine Vielzahl von Pflanzen schädigen. Innerhalb der Europäischen Union gilt er als prioritärer Quarantäneschädling und ist  meldepflichtig. Aufgrund fehlender Gegenspieler findet er auch in europäischen Ländern gute Vermehrungsbedingungen vor. Der Käfer, der die Größe einer Kaffeebohne hat, frisst an den Blättern und Früchten von mehr als 300 Pflanzenarten in Gärten sowie Landwirtschaft und Forst. Zu den Wirtspflanzen zählen etwa Weinstöcke, Obstbäume und Rosen.

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