Das Land Oberösterreich, die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni) und das Landwirtschaftsministerium haben eine gemeinsame Initiative zur Stärkung der tierärztlichen Versorgung im ländlichen Raum gestartet. Kern des Vorhabens ist die Einrichtung einer neuen Vetmeduni-Außenstelle im Zentralraum Oberösterreich.
Die Außenstelle soll die Ausbildung in den Bereichen Wiederkäuer-, Schweine- und Geflügelmedizin ausbauen. Studierende sollen dort künftig praxisnahe Ausbildungsmodule absolvieren können. Geplant sind Kooperationen mit regionalen Tierarztpraxen, angewandte Forschungsprojekte sowie Fort- und Weiterbildungsangebote.
Zusammenarbeit mit Schulen und Praxen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit Höheren landwirtschaftlichen Schulen. Ziel ist es, bereits früh das Interesse an der Nutztiermedizin zu fördern und potenzielle Nachwuchskräfte für den Beruf zu gewinnen.
Pro Semester sollen zehn bis zwanzig Studierende an der Außenstelle ausgebildet werden. Darüber hinaus werden wissenschaftliches Personal, Ausbildner sowie praktizierende Tierärzte in die Arbeit eingebunden. Das Land Oberösterreich beteiligt sich an den Projektkosten.
Tierärztliche Versorgung langfristig sichern
Mit der Initiative sollen mehr angehende Tierärzte für die Arbeit mit Nutz- und Großtieren gewonnen werden. Gleichzeitig sollen die Studierenden bereits während ihrer Ausbildung mit den beruflichen Möglichkeiten in Oberösterreich vertraut gemacht werden.
Nach Angaben der Projektpartner soll die neue Außenstelle dazu beitragen, die veterinärmedizinische Versorgung in den Regionen langfristig zu sichern. Die Zusammenarbeit wurde mit der Unterzeichnung des Zukunftspakts „tierärztliche Versorgung“ offiziell besiegelt.
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