Mit dem Neubau der landwirtschaftlichen Versuchsstation Großnondorf will der Bund die Forschung zu trockenheits- und hitzetoleranten Pflanzensorten ausbauen. Der Standort im pannonischen Trockengebiet soll dazu beitragen, klimafitte Sorten für den österreichischen Ackerbau zu entwickeln und zu prüfen.
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Quelle: BMLU
Der Klimawandel und die anhaltende Trockenheit stellen die Landwirtschaft in Österreich zunehmend vor Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig gemeinsam mit Vertretern der AGES den Spatenstich für den Neubau der landwirtschaftlichen Versuchsstation Großnondorf (Niederösterreich) vorgenommen. Dort sollen künftig unter anderem trockenheits- und hitzetolerante Pflanzensorten erforscht und geprüft werden.
Auswirkungen der Dürre
Nach Angaben des Ministers zeigen sich die Auswirkungen der Trockenheit bereits deutlich bei der diesjährigen Ernte. Je nach Region seien Ertragseinbußen von 30 bis 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu erwarten. Mit dem Ausbau der Versuchsstation soll die Forschung zu Sorten gestärkt werden, die auch unter trockenen Bedingungen stabile Erträge liefern können.
Neubau
Die Versuchsstation Großnondorf liegt im pannonischen Trockengebiet und repräsentiert laut AGES rund 250.000 Hektar Ackerfläche. Da am Standort keine künstliche Bewässerung erfolgt, eignet er sich besonders für die Prüfung von Pflanzen unter Trockenstress. Neben der Sortenprüfung werden dort auch Versuche zu Düngung, Bodenbearbeitung, Bewässerung und Pflanzenschutz durchgeführt.
Die AGES betreibt im Auftrag des Bundesministeriums acht landwirtschaftliche Versuchsstationen in Österreich. Diese decken unterschiedliche Klima- und Bodenverhältnisse der wichtigsten Ackerbauregionen ab und liefern wissenschaftliche Grundlagen für die Sortenzulassung sowie für Forschung und agrarische Fragestellungen. Neue Pflanzensorten werden dabei an mehreren Standorten geprüft, bevor sie für den Anbau in Österreich zugelassen werden.
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