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Rubrik Ackerbau

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Nur mit Abo: Neuentwicklungen auf den Öko-Feldtagen 2017

Ende Juni fanden in Frankenhausen bei Kassel die ersten Öko-Feldtage Deutschlands statt. Das Informationsangebot für die über 8.000 Besucher war vielfältig, etliche Neuheiten und Innovationen wurden vorgestellt. Hier eine Auswahl.

LANDWIRT Redaktion 6 Min. Lesezeit

Von Astrid Thomsen

Electroherb – elektrischer Unkrautbekämpfer

Die Firma Zasso GmbH aus Aachen stellte das elektrophysikalische Unkrautbekämpfungs-Verfahren „Electroherb“ vor. Das Verfahren wurde in Brasilien für den Einsatz in Holzplantagen, der Landwirtschaft und an Straßenrändern konzipiert und wird dort seit einigen Jahren als Alternative zu chemischen Herbiziden eingesetzt. Auch der Einsatz in Reihenkulturen ist möglich. Ein vom Traktor über die Heck-Zapfwelle betriebener Generator (3–100 kW) erzeugt hochfrequente Hochspannung (5.000–15.000 V) oder pulsierenden Gleichstrom. Applikatoren, die vor dem Traktor angebracht sind, berühren die zu beseitigenden Pflanzen. Mit einem zweiten Applikator am Heck, der Kontakt zum Boden hat, wird der Stromkreis geschlossen und der Strom fließt somit zum Generator zurück. Der Strom schädigt die Pflanzen dadurch bis in die Wurzeln hinein dauerhaft. Der Erfolg ist sehr schnell sichtbar, denn die regulierten Pflanzen vertrocknen innerhalb weniger Stunden. Nach Angaben der Firma werden Pflanzen, die nicht von den Applikatoren berührt werden, nicht beeinflusst. Je nach Bodenart und Unkrautdichte sind zwischen 10 und 30 l Diesel pro Hektar notwendig. Ziel ist die Verwendung im Leasingverfahren, wo eine Abrechnung nach eingesetzter Energie oder Fläche erfolgen wird. Die Kosten sollen sich an der Höhe einer chemischen Unkrautkontrolle orientieren.

Zasso arbeitet an der technischen Zulassung der Geräte für den europäischen Markt. Ziel ist eine Genehmigung bis 2018/19. Aktuell scheitert dies noch an den beachtlichen Risiken für den Anwender und an den ungeklärten Auswirkungen auf Bodenlebewesen. Das Institut FiBL untersucht in der Schweiz die Wirkung des Stroms auf das Bodenleben wie Arthropoden (Gliederfüßer) und Mikroorganismen. Erste Ergebnisse werden im September erwartet. Laut Zasso überleben Regenwürmer die Anwendung und kommen an die Bodenoberfläche.

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