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Rubrik Rind

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Neues Virus bei Rindern nachgewiesen

Rinder in Süddeutschland leiden unter Fieber und Durchfall, die Milchleistung fällt rapide ab. Experten des Friedrich-Löffler-Institus haben nun Proben untersucht: Es handelt sich um ein bislang unbekanntes Virus. Was bisher bekannt ist.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in Proben erkrankter Rinder aus Süddeutschland ein bislang nicht näher charakterisiertes Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe nachgewiesen Quelle: agrarfoto.com (Symbolbild)

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David Specht 1 Min. Lesezeit

In Süddeutschland hat ein bislang unbekanntes Virus etliche Rinderbetriebe infiziert. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat Proben von infizierten Tieren untersucht und kam zum Ergebnis, dass es sich um ein „nicht näher charakterisiertes Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe“ handelt. Die Krankheit läuft eher mild ab. Es sind bislang keine Todesfälle bekannt, die Rinder haben Fieber und Durchfall, bei Milchkühen geht die Milchleistung „teilweise deutlich“ zurück, so das FLI.

Bislang unbekannte Erkrankung hat Ähnlichkeiten zu Schmallenberg-Virus

Das Virus gehört laut FLI zur selben Gruppe wie das Schmallenberg-Virus, das erstmals im Jahr 2011 in Deutschland auftrat. Das neu nachgewiesene Virus zeigt in allen drei Segmenten die höchste Verwandtschaft zu Shamonda-Virus. Viren der Simbu-Serogruppe kommen vor allem in Afrika, Asien und Australien vor. Sie werden, ähnlich wie das Virus der Blauzungenkrankheit und das Schmallenberg-Virus, durch blutsaugende Gnitzen übertragen, teilt das FLI mit. Infiziert werden überwiegend Wiederkäuer, insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen.

Neues Rinder-Virus: Auch Fälle in der Schweiz

Laut Tagesschau stammen die betroffenen Tiere vor allem aus etwa 100 Betrieben aus der Region Südbaden. Auch in der Schweiz sind laut Branchenportal Schweizer Bauer Tausende Tiere betroffen. Ein Ende ist aktuell nicht in Sicht: Die Gnitzensaison dauert in Deutschland normalerweise bis etwa Ende November. Am aktivsten sind Gnitzen zwischen Juli und Oktober. „Aufgrund der grundsätzlich effizienten Übertragung durch Gnitzen muss deshalb mit einer weiteren und möglicherweise schnellen Ausbreitung des Virus in empfänglichen Tierbeständen gerechnet werden“, schlussfolgert das FLI.

 

Kontakt zum Autor

David Specht

LANDWIRT Redaktion

Stammt aus dem schönen Westallgäu zwischen Bodensee und Allgäuer Alpen. Seine Familie bewirtschaftet dort einen Bio-Milchviehbetrieb. Nach dem Abitur kehrte er der Landwirtschaft zunächst teilweise den Rücken zu, absolvierte ein Volontariat an der Günther Holland Journalistenschule in Augsburg und arbeitete anschließend einige Jahre als Redakteur für eine regionale Tageszeitung. Irgendwann fehlten ihm (Braunvieh-)Kühe und Traktorfahren dann aber doch und er begann, Landwirtschaft an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf zu studieren. Seit 2023 kombiniert er Landwirtschaft und Journalismus und arbeitet in der LANDWIRT-Redaktion in Deutschland. Dort ist er zuständig für die Themen Agrarpolitik, Betriebsführung, Energie und Bauen.

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