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Neuseeland: Betriebe produzieren weniger Milch

Neuseeland Milchproduktion
Mitte Oktober senkte Neuseelands führende Molkerei Fonterra ihre Prognose zur Milchproduktion erneut.
Quelle: stutterstock.com /ChameleonsEye

Die Farmer in Neuseeland produzierten in den ersten drei Quartalen 2022 weniger Milch als im Vorjahreszeitraum. Laut Daten des neuseeländischen Molkereiverbandes (DCANZ) nahm die Produktion gegenüber Januar bis September 2021 um 5,0 % auf 12,60 Mio t ab. Die Menge des aus den Trockengehalten von Fett und Eiweiß gewonnenen Milchfeststoffs lag mit knapp 1,14 Mio t um 4,8 % unter dem Vorjahresniveau. Bis auf den vergleichsweise milcharmen neuseeländischen Wintermonat Juni stand in allen anderen Monaten weniger Rohstoff für die Verarbeitung zur Verfügung. Zuletzt wurden im September 3,2 % weniger Milch an die Molkereien geliefert als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum September 2020 waren es sogar 7,4 % weniger. Die im Juni begonnene Saison 2022/23 ist schwach angelaufen. In den ersten vier Monaten war der Milcheingang bei den Molkereien im Vorjahresvergleich um 3,7 % rückläufig. Bei den Inhaltsstoffen war ein Minus von 4,0 % auf 367 400 t zu verzeichnen.

Prognose erneut gesenkt

Mitte Oktober hatte Neuseelands führende Molkerei Fonterra ihre Prognose zur Milchproduktion erneut gesenkt. Ging man zu Beginn der Saison 2022/23 noch von einer Verarbeitung von 1,51 Mio t Milchfeststoff aus, wurde dies im September auf 1,495 Mio t und aktuell nun auf 1,48 Mio t nach unten korrigiert. Die variablen und teilweise ungünstigen Witterungsbedingungen haben laut Fonterra-Geschäftsführer Miles Hurrell zu einem verhaltenen Start in die neue Milchsaison geführt und das Unternehmen dazu veranlasst, die Produktionsprognose erneut zu senken. Im Geschäftsjahr 2020/21 hatte Fonterra 1,539 Mio t Milchfeststoff verarbeitet, in der Saison 202/22 waren es 1,478 Mio t.