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Rubrik Technik

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New Holland feiert 120 Jahre gelbe Erntetechnik

New Holland feiert ein rundes Jubiläum: Das Werk in Zedelgem, Belgien, produziert seit 120 Jahren Erntetechnik – zumeist in gelber Lackierung. Aus diesem Anlass blickte der Hersteller auf die Geschichte zurück und präsentierte seine jüngeren Neuheiten.

Seit 1906 hat New Holland über 240.000 Mähdrescher in seinem Erntetechnik-Werk Zedelgem produziert. Quelle: Weninger

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Lukas Weninger 2 Min. Lesezeit

Heute produzieren in Zedelgem rund 3.000 Mitarbeiter auf 36 ha (davon 20 ha unter Dach) Mähdrescher, Feldhäcksler und Großballenpressen. Dazu gehören die Schüttler-Mähdrescher CX, die Hybrid-Maschine CH, die Doppelrotor-Drescher CR, die Feldhäcksler der Baureihe FR Forage Cruiser sowie die BigBaler-Quaderballenpressen. Zwischen 2022 und 2025 investierte New Holland 150 Millionen Euro, um die Kapazitäten auszubauen.

Die Produktion in Zedelgem geht auf das Jahr 1906 zurück, als Leon Claeys mit dem Bau von Dreschmaschinen begann. 1952 brachte Claeys den MZ auf den Markt, Europas ersten selbstfahrenden Mähdrescher. 1964 später kaufte Sperry Rand, der damalige Eigentümer von New Holland, das Claeys-Geschäft. 1991 kam New Holland in den Besitz von Fiat, und die aktuelle Marke New Holland wurde gegründet.

11.000 Einzelteile für den CR11

Als Hingucker zeigte New Holland anlässlich seines Jubiläums sein Mähdrescher-Flaggschiff in der Maisernte, den CR11 mit Twin-Rotor-Dreschwerk. Bei seiner Weltpremiere auf der Agritechnica 2023 wurde er mit einer Goldmedaille für sein innovatives Antriebskonzept ausgezeichnet, das mit deutlich weniger beweglichen Teilen auskommt. Mit 775 PS und bis zu 18 m breiten Schneidwerken zählt er zu den leistungsstärksten Mähdreschern der Welt. Ein CR11 besteht aus rund 11.000 Einzelteilen, vereint 75 neu patentierte Technologien und benötigt rund 500 Stunden für den Bau.

Der Doppelrotor-Mähdrescher CR11 von New Holland ist das aktuelle Flaggschiff der Erntetechnik, die im belgischen Werk in Zedelgem produziert wird.
Quelle: Weninger

Häcksler erkennt Arbeitsqualität

Außerdem am Feld zu sehen war ein Feldhäcksler der FR-Baureihe. Die jüngste Innovation daran ist die Forage Cam, für die New Holland auf der Agritechnica 2025 eine Silbermedaille erhielt. Dabei misst eine am Auswurfrohr montierte Kamera die Qualität der Kornaufbereitung in Echtzeit, während das Erntegut an ihr vorbeiströmt. Urahn der heutigen Feldhäcksler war übrigens der 1961 vorgestellte, erste selbstfahrende Typ SP818.

Feldhäcksler aus Zedelgem haben ebenfalls bereits eine lange Tradition
Quelle: Engeler

Pressen für die ganze Welt

Des Weiteren zeigte New Holland auch Entwicklungen rund um seine BigBaler-Quaderballenpressen, darunter die Schwadführung IntelliSense. Am Traktor montierte Lidar-Sensoren erfassen den Schwad. Das System passt die Geschwindigkeit des Traktors an und lenkt diesen für eine gleichmäßige Befüllung der Ballenkammer – alles automatisch.

Während New Holland seine Rundballenpressen in Polen (für Europa) und in den USA produziert, stammen die Großballenpressen für den weltweiten Markt ausschließlich aus Zedelgem – übrigens auch jene in den Farben von Case IH.

Die Quaderballenpressen des CNH-Konzerns – nämlich in den Farben von New Holland und Case IH – laufen ebenfalls in Zedelgem vom Band, und zwar für weltweit alle Länder.
Quelle: Weninger

Blauer Big Brother

Schließlich präsentierte New Holland auch sein neues Flaggschiff bei den Standardtraktoren, den T7.440 XD, in der Praxis – seine Premiere feierte dieser ebenfalls auf der Agritechnica 2025. Die drei Modelle der Baureihe leisten maximal 360 bis 435 PS. Seinen Konzernbruder in rot – den Case IH Optum 440 – stellten wir bereits im LANDWIRT 21/2025 vor.

Zwar nicht in gelb, aber dennoch präsentierte New Holland den neuen T7.440 XD auf dem Feld.
Quelle: Weninger

Kontakt zum Autor

Lukas Weninger

LANDWIRT Redaktion

Ist auf einem Ackerbaubetrieb im Weinviertel aufgewachsen. Seine landwirtschaftliche Ausbildung am Francisco Josephinum in Wieselburg und an der Universität für Bodenkultur in Wien ergänzte er um zahlreiche Praktika in der Landwirtschaft. 2012 begann seine journalistische Laufbahn, die er seit 2017 beim LANDWIRT fortsetzt. Hier ist Lukas Weninger gemeinsam mit Johannes Paar für die Rubrik Landtechnik zuständig.

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