RindNiedersachsen führt Sommerweideprämie ein

Niedersachsen führt Sommerweideprämie ein

Weideprämie
Milchbauern in Niedersachsen bekommen ab 2023 eine Prämie für Weidehaltung.
Quelle: Cindy de Bree / shutterstock.com

Niedersachsen führt in der neuen EU-Förderperiode ab 2023 eine Sommerweideprämie für Milchkühe ein. Das hat Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast Verbandsvertretern der Milchwirtschaft in einem Gespräch zugesichert. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover wird sich die Prämienhöhe auf 75 Euro je Milchkuh in der konventionellen Landwirtschaft sowie auf 51 Euro je Milchkuh in der ökologischen Landwirtschaft belaufen.

Sommerweideprämie fördert Milchbauern

„Mit der Sommerweideprämie setze ich auf eine verlässliche Förderung der Milchkuhhalter“, erklärte Otte-Kinast. Niedersachsen habe diese daher in der nächsten EU-Förderperiode fest in der Zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verankert. Erfreut zeigte sich die Ressortchefin über die breite Unterstützung der Verbände. Gemeinsam habe man die gesellschaftlichen Forderungen nach mehr Tieren auf der Weide im Blick. Der Weidezeitraum wird dem Ministerium zufolge für alle Betriebe einheitlich festgelegt.

Weideprämie für sechs Weidestunden pro Tag

Möglich wird eine Förderung für Betriebe sein, die ihre Tiere vom 16. Mai bis zum 15. September für mindestens sechs Stunden am Tag auf der Weide halten. Die Bemessungsgrundlage für die Zuwendung wird von der Anzahl an Milchkühen bestimmt, die im fraglichen Zeitraum durchschnittlich gehalten werden. Außerdem ist den Weidetieren ein freier Zugang zu einer ausreichend großen und jederzeit zugänglichen Tränke zu gewähren. Eine Zufütterung auf der Weide ist nach Angaben des Agrarressorts untersagt. Pro Milchkuh müssen mindestens 2 000 m2 Grünland zur Verfügung stehen, davon 1 000 m2 Weidefläche. Der Weidegang muss auf Dauergrünland, Dauerweideland oder Wechselgrünland erfolgen. Die Antragstellung soll vollständig digital erfolgen und ab 2023 in den Sammelantrag (ANDI) integriert werden. Die erste Zahlung ist für Anfang 2024 vorgesehen.