Meldung Alle Artikel: Meldung News Alle Artikel: News
Nikolaus Berlakovich als COPA-Vizepräsident wiedergewählt
Nikolaus Berlakovich bleibt Vizepräsident des europäischen Bauernverbands COPA. Der Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland wurde am 2. Oktober in Brüssel für eine weitere Amtsperiode gewählt. Präsident des Verbands bleibt der Italiener Massimiliano Giansanti.
Artikel vorlesen lassen
Nikolaus Berlakovich, Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland und ehemaliger Landwirtschaftsminister, wurde am 2. Oktober 2026 in Brüssel als Vizepräsident des EU-Bauernverbands COPA wiedergewählt. Er vertritt die österreichische Land- und Forstwirtschaft beziehungsweise die LK Österreich seit 2020 bei COPA und gehört seit 2022 als Vizepräsident dem Präsidium an.
Präsident bleibt der Italiener Massimiliano Giansanti, der das Amt ebenfalls seit 2022 ausübt. Als weitere Vizepräsidenten wurden Søren Søndergard aus Dänemark, Franck Sander aus Frankreich, Pedro Barato aus Spanien, Jan Doležal aus Tschechien und Francie Gorman aus Irland wiedergewählt.
LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger gratulierte Berlakovich zur Wiederwahl und verwies dabei auf dessen internationale und europäische Erfahrung sowie seine Vernetzung innerhalb der europäischen Agrarpolitik.
COPA setzt Schwerpunkte für neue Mandatsperiode
Neben der Wahl befasste sich das COPA-Präsidium mit den inhaltlichen Schwerpunkten der kommenden Mandatsperiode. Der Verband will unter anderem die Ernährungssicherung stärker als strategische Aufgabe auf europäischer Ebene positionieren.
Als weitere Prioritäten nennt das Präsidium eine starke und inflationsangepasste Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität der europäischen Landwirtschaft sowie eine kohärente Handelspolitik, die EU-Standards berücksichtigt.
Angesichts von Klimawandel und geopolitischen Unsicherheiten fordert COPA zudem Instrumente zum Risikomanagement und Investitionen in die Widerstandsfähigkeit des Agrarsektors. Umweltvorgaben sollen nach Ansicht des Verbands wirtschaftlich tragfähig, technologieneutral und in der landwirtschaftlichen Praxis umsetzbar sein.
Vom Ackerbauern zum Landwirtschaftsminister
Berlakovich ist seit 2018 Präsident der LK Burgenland und selbst praktizierender Ackerbauer. Nach seinem Studium an der Universität für Bodenkultur (BOKU) war er von 1991 bis 2005 Landtagsabgeordneter und anschließend bis 2008 Agrar- und Umwelt-Landesrat.
Von 2008 bis 2013 war Berlakovich Landwirtschafts- und Umweltminister, danach bis 2024 ÖVP-Nationalratsabgeordneter. Internationale Erfahrung sammelte er unter anderem bei europäischen Agrar- und Umweltministerräten, als Vorsitzender der OECD-Agrarministertagung 2010 sowie bei FAO-Konferenzen und Weltklimakonferenzen.
60 Mitgliedsorganisationen in der EU
COPA steht für „Comité des organisations professionnelles agricoles“ und vertritt seit 1958 landwirtschaftliche Interessen auf europäischer Ebene. Dem Verband gehören laut Aussendung 60 Mitgliedsorganisationen aus den EU-Staaten an. Hinzu kommen 36 Partnerorganisationen aus weiteren europäischen Ländern, darunter Island, Norwegen, die Schweiz und die Türkei.
Kontakt zum Autor
Mehr zu Agrarpolitik und Förderung

Agrarpolitik und Förderung
Nur mit Abo: Ernte im Zeichen der Dürre

Agrarpolitik und Förderung
Nur mit Abo: Kann Politik zu pragmatisch sein?

Agrarpolitik und Förderung
Moosbrugger warnt vor Einkommensminus 2026

Agrarpolitik und Förderung
Nur mit Abo: Hans Meister: Mehr Gerechtigkeit statt Schönreden

Agrarpolitik und Förderung
Wie gerecht geht es in der Landwirtschaft zu?

Agrarpolitik und Förderung
Ö: Entwurf für nationalen Wiederherstellungsplan vorgelegt

Agrarpolitik und Förderung
Nur mit Abo: Teurer Diesel – das neue Normal?

Getreidepreise
Herkunft drauf, Mehrpreis weg
Agrarpolitik und Förderung
Nur mit Abo: Nachgefragt bei Alpwirtschafts-Experte Fabian Höß

Wild und Jagd
Wolf in Vorarlberg erlegt

Agrarpolitik und Förderung
Mehr Landtierärzte? Da muss auch die eigene Kammer umdenken

Bauen und Energie
Regierung streicht Förderung für Dach-PV-Anlagen
Kommentare
Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte an.
