Welche Vorratsschädlinge spielen im Getreidelager die größte Rolle?
Da wären mal die klassischen Getreideschädlinge wie Kornkäfer, Reiskäfer und die verschiedenen Plattkäferarten. Dazu kommen die Motten wie Dörrobst- und Speichermotte. Die größte Veränderung der letzten Jahre ist aber eindeutig der Getreidekapuziner.
Ist der neu bei uns?
Jein. Als ich damals zu meiner Diplomarbeit geforscht habe, kam der Kapuziner in Deutschland praktisch nicht vor und wurde in heißen Sommern nur aus dem Südwesten Deutschlands gemeldet. Diese Art ist sehr wärmeliebend und wurde in Mitteleuropa nur punktuell gefunden. Heute trifft man ihn regelmäßig an. Bei Fallenfängen im Feld war er in den letzten drei Jahren die häufigste Käferart.
Was macht den Getreidekapuziner problematisch?
Mal davon abgesehen, dass es sich um einen Primärschädling handelt, ist er ein Beispiel dafür, dass sich die Lagerschädlingsfauna in Mitteleuropa verändert.
Woran liegt das?
Ein klarer Effekt des Klimawandels. Durch die höheren Durchschnittstemperaturen fühlt er sich bei uns mittlerweile auch sehr wohl.
Was der Beitrtag sosnt noch enthält:
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Neue Schädlinge, mehr Druck
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Hotspots verstehen und früh erkennen
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Hermetisch lagern als Goldstandard
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Werkzeugkasten im Bio-Vorratsschutz

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