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Rubrik Agrarpolitik und Förderung

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Ö: Entwurf für nationalen Wiederherstellungsplan vorgelegt

Österreich hat einen ersten Entwurf des nationalen Wiederherstellungsplans an die EU-Kommission übermittelt. Der Plan setzt vor allem auf bestehende freiwillige Maßnahmen in Land- und Forstwirtschaft sowie im Gewässer- und Moorschutz.

Bei der Pressekonferenz im Regierungsgebäude am Stubenring wurde der Pfad zur Umsetzung der Renaturierungsverordnung von HBM Totschnig, LR Gantner und SC Mörth vorgestellt. Quelle: BMLUK

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Angelika Leitner 1 Min. Lesezeit

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat Anfang September fristgerecht einen ersten Entwurf des nationalen Wiederherstellungsplans an die EU-Kommission übermittelt. Er wurde gemeinsam von Bund und Bundesländern unter Einbindung verschiedener Interessengruppen und der Wissenschaft erarbeitet.
Für die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung soll insbesondere das Agrarumweltprogramm ÖPUL genutzt werden. Dazu zählen unter anderem Hecken, Bäume, Blühstreifen und andere Landschaftselemente.

Maßnahmen für Wald und Gewässer

Im Wald sieht der Entwurf unter anderem den Umbau zu standortgerechten Mischbeständen sowie die Förderung von Naturverjüngung und Mischbaumarten vor.
Bei Flüssen und Auen sollen natürliche Gewässerfunktionen verbessert, nicht mehr benötigte Querbauwerke zurückgebaut und Überflutungsräume wieder stärker angebunden werden. Bei Mooren und Feuchtgebieten steht der Wasserhaushalt im Mittelpunkt.

Öffentliche Konsultation gestartet

Mit der Übermittlung nach Brüssel beginnt die öffentliche Konsultation in Österreich. Stellungnahmen sollen geprüft und nach Möglichkeit in die weitere Ausarbeitung einfließen. Der endgültige Wiederherstellungsplan soll bis September 2027 an die EU-Kommission gehen.

Finanzierung bleibt Streitpunkt

Der Bauernbund begrüßt, dass der Entwurf auf bereits bestehenden und freiwilligen Maßnahmen aufbaut. Präsident Georg Strasser betonte, dass daraus keine neuen Verpflichtungen für landwirtschaftliche Betriebe entstehen sollten.
Die Landwirtschaftskammer Österreich kritisiert weiterhin die ungeklärte Finanzierung der EU-Wiederherstellungsverordnung. Präsident Josef Moosbrugger warnte vor zusätzlichen Belastungen insbesondere für kleinere Betriebe.
Auch die Land&Forst Betriebe begrüßen den grundsätzlichen Ansatz, kritisieren jedoch, dass nur ein Teil des Plans zur öffentlichen Konsultation vorgelegt worden sei.

Kontakt zum Autor

Angelika Leitner

LANDWIRT Redaktion

Aufgewachsen auf einem Bergbauernhof in der Steiermark, den jetzt ihr Bruder mit Familie weiterführt. Nach der landwirtschaftlichen Fach- und Mittelschule schnupperte sie kurz in die Gastronomie und Bio-Kontrolle. Seit 2005 ist sie beim LANDWIRT tätig, von 2016 bis 2022 fungierte sie gemeinsam mit Johannes Paar als Chefredakteurin. Sie ist für die Rubrik Familie, Haus und Garten zuständig. Angelika Leitner ist Mutter von zwei Kindern und lebt mit Hühnern und Wachteln auf einem ehemaligen Bauernhof in der Obersteiermark.

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