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Österreich erwartet 15 % weniger Getreide

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Bei Winterweizen erwartet man derzeit eine um 20 % geringere Ernte als im 2025.
Quelle: Böck

Österreichs Landwirte dürften heuer deutlich weniger Getreide ernten als 2025. Die Landwirtschaftskammer erwartet derzeit ein Getreideaufkommen ohne Mais von rund 2,7 Mio. t. Gegenüber dem Vorjahresergebnis von 3,18 Mio. t wäre das ein Minus von etwa 15 %. Ausschlaggebend dafür waren laut Kammer lange Trockenphasen im Winter und Frühjahr. Nach einer kurzen Erholung durch Regen im Mai folgte im Juni große Hitze. Die Erträge dürften daher landesweit unterdurchschnittlich ausfallen. Besonders stark betroffen sind die Trockengebiete im Osten Österreichs.

Winterweizen mit deutlichem Minus

Bei Winterweizen gehen die Marktexperten derzeit im Schnitt von bis zu 20 % weniger Hektarertrag aus als im Vorjahr. Zusätzlich wurde die Getreideanbaufläche weiter eingeschränkt. Nach derzeitigen Schätzungen sank sie gegenüber dem historischen Tiefststand von 2025 nochmals um 0,7 % auf erstmals unter 500.000 ha. Laut Landwirtschaftskammer dürften viele Betriebe darauf reagiert haben, dass Getreide mit Trockenheit und Hitze schlechter zurechtkommt als etwa Mais. Die Anbauentscheidungen für 2025/26 seien aber auch von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Marktpreisen beeinflusst worden. Die wichtigsten Kulturen in Österreich bleiben Körner- und Silomais, Weizen, Gerste, Sojabohnen und Triticale.

Preise unter Druck

Die Landwirtschaftskammer verweist zudem auf die angespannte wirtschaftliche Lage im Ackerbau. Seit der weltweit überdurchschnittlichen Ernte 2025 stehen die Preise für Ackerfrüchte unter Druck. Die Erzeugerpreise liegen auf niedrigem Niveau und haben sich bislang nur in einzelnen Bereichen, etwa bei Raps, erholt. Gleichzeitig bleiben die Produktionskosten hoch. Das betrifft vor allem Dünger, Energie und Treibstoffe. Für viele Betriebe wird es damit schwieriger, kostendeckend zu wirtschaften und notwendige Investitionen zu tätigen.

Quele: AgE

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