EU-weit zeigt sich derzeit eine uneinheitliche Marktentwicklung, sowohl zwischen den einzelnen Kategorien als auch zwischen den Mitgliedstaaten. Insgesamt stehen die Preise für Schlachtrinder in vielen Regionen unter Druck.
In Deutschland verläuft die Preisentwicklung bei Jungstieren regional unterschiedlich. Während im Norden ein weitgehend ausgeglichener Markt besteht, nimmt das Angebot in Bayern zu. Dadurch wächst der Widerstand der Schlachtbetriebe gegen stabile Preise, sodass mit leichten Preisrückgängen zu rechnen ist. Auch bei weiblichen Rindern hat sich die Marktlage eingetrübt: Ein steigendes Angebot – teilweise bedingt durch rückläufige Milchpreise – setzt die Notierungen unter Druck.
Österreich: Preisspitzen erreicht
In Österreich stellt sich die Situation in der laufenden Woche weiterhin differenzierter dar als in Deutschland. Bei Jungstieren kann die Nachfrage derzeit nicht vollständig gedeckt werden. Gleichzeitig nimmt der Widerstand der Schlachtbetriebe gegen weitere Preissteigerungen zu. Eine Einigung über höhere Notierungen konnte bislang nicht erzielt werden. Vor diesem Hintergrund bleibt die Empfehlung aufrecht, schlachtreife Tiere zeitnah zu vermarkten.
Auch bei Schlachtkühen wird die Nachfrage aktuell nicht vollständig bedient. Entsprechend dem allgemeinen europäischen Trend dürfte die Preisspitze vorerst erreicht sein. In Österreich kam es zuletzt dennoch zu einem weiteren Anstieg der Notierungspreise.
Schlachtkälber notieren unverändert auf dem Niveau der Vorwoche. (Quelle: Arge Rind)
Preiserwartungen für Woche 05/2026 (26.01. – 01.02.2026)
Jungstier HK R2/3 ausgesetzt
Kalbin HK R3 € 6,75
Kuh HK R2/3 ausgesetzt
Schlachtkälber HK R2/3 € 9,55

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