BioBiodiversitätÖsterreichische Biodiversitäts-Botschafter 2026 gekürt

Österreichische Biodiversitäts-Botschafter 2026 gekürt

Michael Halbfurter ist einer von fünf Biodiversitätsbotschaftern. Seit einigen Jahren setzt er verstärkt auf den Anbau von Hanf. Die Kultur lockert den Boden und unterdrückt Unkraut.
Quelle: Hannah Halbfurter

In der fünften Runde des Projekts Farming for Nature Österreich wählte die Fachjury erneut fünf besonders engagierte Bäuerinnen und Bauern zu Biodiversitäts-Botschaftern. Bei Betriebsbesuchen und Veranstaltungen geben sie einem breiten Publikum Einblick in ihre biodiversitätsfördernde Arbeitsweise.

46 Personen nominiert

Österreichweit wurden dieses Jahr 46 Bäuerinnen und Bauern als mögliche Biodiversitäts-Botschafter nominiert. Eine Fachjury hat nun fünf Botschafterinnen und Botschafter für das Jahr 2026 ausgewählt:

  • Silvia Fruhmann aus dem Mittelburgenland hat sich dem ökologischen Gemüseanbau verschrieben.
  • Die Kärntnerin Carmen Petutschnig-Erschen hält auf ihrem Hof Ziegen und Strohschweine und züchtet Pilze.
  • Michael Halbfurter aus Osttirol betreibt vielfältige Fruchtfolge auf den Feldern und baut unter anderem Hanf und Lein an.
  • Auf seinem Betrieb mit Dauergrünland züchtet Alois Kiegerl in der Weststeiermark Murbodnerrinder.
  • Und die Niederösterreicherin Irene Lüdemann hat sich auf den Anbau von verschiedensten alten, regionalen Getreide-Raritäten spezialisiert.

Seit 5 Jahren gibt es Botschafter

„Die extreme Trockenheit diesen Frühling zeigt, dass die österreichische Landwirtschaft stark vom Klimawandel betroffen ist und wir landwirtschaftliche Praktiken neu denken müssen. Genau das tun unsere Biodiversitäts-Botschafter und sind somit Vorreiter einer nachhaltigen Landwirtschaft. Sie zeigen auch, dass eine erfolgreiche Klimawandel-Anpassung Hand in Hand mit dem Schutz von Biodiversität geht“, sagt Projektkoordinatorin Johanna Frangež. Kriterien für die Auswahl der Biodiversitäts-Botschafter sind insbesondere, dass die Betriebe ökologisch wie ökonomisch nachhaltige Landwirtschaft betreiben, sie einen wesentlichen Beitrag für den Erhalt und die Förderung der Biodiversität auf ihrem Betrieb leisten und bereit sind, ihr Wissen zu teilen.

Die Wahl der Biodiversitäts-Botschafter geht dieses Jahr bereits in die fünfte Runde. Seit Projektstart wurden in Österreich aus einem Pool von 140 Teilnehmenden 25 Bäuerinnen und Bauern gewählt. Im Zuge des Projekts Farming for Nature Österreich vermitteln sie ihre Geschichte und ihr praktisches Wissen zu Landwirtschaft und Biodiversität an interessierte Menschen und Kollegen. „Unsere Botschafter setzen sich am eigenen Betrieb – und darüber hinaus – aktiv für die Natur ein. Mit ihren innovativen Ansätzen zeigen sie, wie man Artenreichtum am Bauernhof fördert”, so Frangež.

Im Sommer werden die ausgewählten Betriebe von einem Filmteam besucht. Anhand der auf der Projektwebseite vorgestellten Kurzvideos kann die breite Öffentlichkeit anschließend ihre Lieblingsgeschichte auswählen. Bei Bauernhofspaziergängen und Küchentischgesprächen geben die Biodiversitäts-Botschafter zudem Einblick in ihre Wirtschaftsweise.

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