Österreich zählt im Winter zu den beliebtesten Reisezielen – wesentlicher Grund sind die vielfältigen Wintersport- und Freizeitmöglichkeiten. Dabei ist die Landschaft nicht einfach naturgegeben, sondern Ergebnis jahrhundertelanger bäuerlicher Bewirtschaftung.
Die gut 23.700 Hektar Pistenflächen im Winter entsprechen im Sommer Weiden und Wiesen, die von Rindern, Schafen oder Ziegen beweidet oder von Bergbäuerinnen und -bauern gemäht werden. Ohne diese Bewirtschaftung würden die Flächen verwildern — die Folge: dichter Bewuchs, verbuschte Hänge, längere und biegsame Grashalme. Schnee würde leichter abrutschen, Pisten schwerer beschneit und präpariert, das Lawinenrisiko könnte steigen.

Liftkarten wären deutlich teuerer
Würden diese Pflegearbeiten entfallen, müssten sie aufwändig und kostspielig von Seilbahn- oder Liftbetreibern übernommen werden. Diese zusätzlichen Kosten würden sich in höherem Aufwand niederschlagen — und letztlich in höheren Preisen für Liftkarten. So wäre Skifahren in Österreich ohne Almwirtschaft teurer.
Die Verbindung zwischen Landwirtschaft und Tourismus zeigt sich auch beim Thema Gastronomie auf den Hütten. Regionale Lebensmittel sind mehr als Genuss: Sie sichern die wirtschaftliche Grundlage der Almwirtschaft — und damit indirekt auch die touristische Infrastruktur.
Wird die Herkunft der Produkte transparent gemacht, entsteht Bewusstsein für diese Zusammenhänge. Deshalb setzt Land schafft Leben auf konkrete Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie. Ohne gepflegte Almen kein gepflegter Wintertourismus — für Skigebiete genauso wie für die Identität der Kulturlandschaft Österreichs.
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