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OÖ: Trockenheit schmälert Apfel- und Birnenernte
Trockenheit und Hitze setzen den oberösterreichischen Obstbauern zu. Bei Äpfeln und Birnen fallen die Früchte 2026 vielfach kleiner aus, teilweise werden deutliche Ertragseinbußen erwartet. Gleichzeitig wächst die Anbaufläche für Birnen weiter.
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In Oberösterreich werden 2026 rund 1.320 Hektar Erwerbsobstflächen bewirtschaftet. Das sind etwa drei Prozent weniger als 2023. Rückgänge gab es vor allem bei Strauchbeeren, insbesondere Aronia, sowie bei Tafeläpfeln.
Äpfel werden derzeit auf rund 340 Hektar kultiviert. Die Birnenfläche liegt bei etwa 54 Hektar und ist damit gegenüber 2016 um rund 30 Prozent gewachsen.
Beim Saisonauftakt für die Birnen- und Apfelernte am Kronbergerhof der Familie Roithmeier in Scharten verwies Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ, auf die Folgen der anhaltenden Trockenheit für die Obstbaubetriebe.
Bis zu 50 Prozent Schäden beim Kernobst
Die Auswirkungen von Hitze und Wassermangel unterscheiden sich je nach Kultur, Lage und Anlage deutlich. Während bei Kirschen und Marillen eine gute Ernte eingebracht werden konnte, werden beim Kernobst teilweise Schäden von 50 Prozent und mehr erwartet.
Probleme verursachen vor allem Sonnenbrand, zu kleine und damit teilweise nicht vermarktungsfähige Früchte sowie Ausfälle bei jungen Bäumen. Wie sich die geschwächten Pflanzen auf die Erträge im kommenden Jahr auswirken, ist laut Landwirtschaftskammer noch nicht absehbar.
Trotz der geringeren Fruchtgröße wird die Qualität der Äpfel und Birnen als gut eingeschätzt. Die vielen Sonnenstunden hätten Aroma und Süße gefördert.
Bewässerung gewinnt an Bedeutung
Mit häufigeren Trocken- und Hitzeperioden steigt der Bewässerungsbedarf im Obstbau. Besonders junge Anlagen sind gefährdet, da ihre Wurzeln noch weniger tief entwickelt sind.
Die Landwirtschaftskammer OÖ fordert deshalb den Ausbau regionaler Bewässerungsinfrastruktur und von Leitungsnetzen sowie eine stärkere Nutzung vorhandener Wasserspeicher. Genehmigungs- und Bewilligungsverfahren für Bewässerungsanlagen und Speicher sollen vereinfacht und beschleunigt werden.
Darüber hinaus sollen Forschung und Beratung zu trockenheitsresistenten Sorten, klimaangepassten Anbausystemen und wassersparenden Produktionsverfahren verstärkt werden.
Obstbauern fordern breitere Risikoabsicherung
Andreas Hoffelner, Obmann der OÖ Obstbauern, fordert außerdem eine Weiterentwicklung der Risikoabsicherung. Ernteversicherungen gegen Dürreschäden sollen künftig für weitere Obstkulturen angeboten werden. Bisher bestehen entsprechende Möglichkeiten laut Landwirtschaftskammer unter anderem für Äpfel und Holunder.
Weitere Anliegen der Obstbauern sind die Unterstützung von Investitionen in Bewässerung und Schutzeinrichtungen sowie eine stärkere Herkunftskennzeichnung heimischer Lebensmittel.
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