Der Götterbaum (Ailanthus altissima) wächst fast überall und lässt sich in seiner Ausbreitung kaum stoppen. Für Kommunen, Gemeinden, Infrastruktur, die Land- und Forstwirtschaft und Privatpersonen wird die aus China stammende Laubbaum-Art immer mehr zu einem Problembaum. Seit 2017 ist das biologische Produkt Ailantex zur Bekämpfung der invasiven Baumart im Einsatz und bringt seither durchwegs positive Rückmeldungen aus Praxis und Anwendung. Das Mittel wurde in 6-jähriger Entwicklungsarbeit von der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) entwickelt und wird seit 2019 in einer Kooperation mit biohelp als umweltschonende Alternative zur chemischen oder mechanischen Bekämpfung der hartnäckigen Baumart vermarktet.
Der hochspezifische heimische Pilz bekämpft Götterbäume aller Altersstadien sowie deren Wurzelausläufer und Stockausschläge indem er eine Welke hervorruft, die in weiterer Folge zum Absterben des Baums führt. Eingesetzt werden kann das Mittel in Forst, Nichtkulturland (Gleisanlagen), auf landwirtschaftlich nicht genutzten Flächen (z.B. Leitungstrassen), im Zierpflanzenbau, auf Wegen und Plätzen, sowie im Wein- und Obstbau.
Derzeit liegt bei biohelp der Forschungs-Schwerpunkt auf einer noch einfacheren Applikation des Mittels. Ein Dossier für die Registrierung von Verticillium nonalfalfae strain Vert56 als neuer Wirkstoff wurde auf EU-Ebene bereits eingereicht und von der AGES bewertet. Da die reguläre EU-Zulassung derzeit noch ausständig ist, wurde Ailantex in mehreren Ländern im Rahmen von Notfallzulassungen genehmigt – neben Österreich auch in Tschechien, der Slowakei, Frankreich sowie im Jahr 2024 in Griechenland.
Isoliert wurde der Welkepilz erstmals 2011 durch Wissenschafter des IFFF der BOKU, die darauf basierend Ailantex entwickelten. Mit steigender Nachfrage nach einem Mittel gegen den Götterbaum entstand die Kooperation mit biohelp zur Europäischen Zulassung und Vermarktung des Produkts. Produziert wird das Mittel in Österreich.

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