ForstReduzierte Nachfrage nach Nadelsägerundholz

Reduzierte Nachfrage nach Nadelsägerundholz

Auch eine Belebung am Energieholzmarkt lässt weiter auf sich warten.
Quelle: Jäger

Das Leitsortiment Fichte Güteklasse B, Media 2b+ erzielt im 4. Quartal zwar noch immer Preise von bis zu 104 Euro pro Festmeter. Die Rundholzabfuhr verläuft aufgrund des deutlich geminderten Bedarfs der Sägeindustrie aber schleppend. Der Großteil der Sägeindustrie plant bis Jahresende mit weitere Einschnitts-Reduzierungen. Im Industrieholz-Bereich ist in den letzten Wochen erstmals wieder eine belebtere Nachfrage nach Sortimenten gegeben. Einhergehend konnten auch bereits erste Preisverbesserungen umgesetzt werden. Im Gegensatz zur Nachfrageabschwächung am Nadelholzmarkt sind die Aussichten im Laubholzbereich optimistisch. Am Laubsägerundholzmarkt dominieren weiterhin dunkle Hölzer. Während Eiche ist in allen Qualitäten gefragt ist, beschränkt sich die Nachfrage bei anderen Baumarten auf gute Qualitäten. Bis Ende Jänner ist üblicherweise der beste Zeitraum für die Vermarktung von sägefähigem Laubholz. Eine Belebung am Energieholzmarkt lässt weiter auf sich warten. Die Lager der Abnehmer sind voll. Zusätzliche Mengen außerhalb von Langfristverträgen sind weiterhin kaum absetzbar. Wie auch bisher, verläuft die Vermarktung von Qualitätsbrennholz, vor allem in der Nähe urbaner Räume, sehr positiv.

Deutschland: Fichtenstammholz unter leichtem Preisdruck

Nadelstammholz wird an den Absatzmärkten der Forstbetriebe in Süddeutschland weiterhin rege nachgefragt. Ankündigungen von Großsägewerken den Einkauf und die Holzanfuhr einzuschränken wurden bislang nicht oder nur in geringem Umfang umgesetzt. Die in den letzten Monaten deutlich spürbare Belebung der Nachfrage ist jedoch fast flächendeckend abgeebbt. Die Preise von Fichtenstammholz sind deshalb zuletzt etwas unter Druck geraten. Die Preisoberkante für frisches Stammholz (L2b+, Güte B, frei Waldstraße) liegt bei rund 125 Euro/Fm. Der Zeithorizont von Verträgen mit diesen Preisen reicht meist nur bis zum Jahresende, Laufzeiten bis einschließlich erstem Quartal 2022 sind selten. Für Spotmengen die vertraglich noch nicht abgesichert sind, werden zum Teil nur noch 100 Euro/Fm, in Einzelfällen sogar nicht einmal mehr diese geboten. In Bayern haben die großen Forstwirtschaftlichen Vereinigungen Verträge mit der Papierindustrie zur Lieferung von Schleifholz abgeschlossen. Die Preise konnten spürbar angehoben werden. Sie rangieren für die Güte N je nach Lieferregion zwischen 27,5 und 30,5 Euro/Rm. Gesucht ist weiterhin Douglasien- und Lärchenstammholz. Starke Douglasienstämme in B-Qualität erlösen mehr als 130 Euro/Fm, zu Teil mehr als 140 Euro/Fm.

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