BioAcker und GrünlandRindfleischexperte Rudolf Grabner im Interview

Rindfleischexperte Rudolf Grabner im Interview

Erschienen in: LANDWIRT bio 03/2026

Rudolf Grabner geht davon aus, dass durch Mercosur der Druck auf die Bio-Bauern steigen wird.
Quelle: Vetta

LANDWIRT bio: Wie erklären Sie sich die massiven Preisanstiege beim Rindfleisch?

Rudolf GRABNER: Dafür ist der Rückgang der Tierhaltung in ganz Europa ausschlaggebend. Besonders stark ist die Anzahl der Mutterkühe zurückgegangen. Alle Fachleute haben 2015, als die Mutterkuhprämie aufgelassen wurde, davor gewarnt.

Seit 2010 ist allein in Österreich der Bestand an Mutterkühen um fast 41 Prozent zurückgegangen. In Deutschland gibt es um 12 Prozent weniger Mutterkühe, EU-weit sind es minus 6,3 Prozent.

 

Neben den Rindern sind auch die Schlachtzahlen gesunken. Kann sich Europa noch selbst mit Rindfleisch versorgen?

Genau, von 2024 auf 2025 sind die Schlachtzahlen um 7 Prozent gefallen. Damit steht auch wesentlich weniger Fleisch zur Verfügung. Das wiederum bedingt die Notwendigkeit von Einfuhren in die EU.

Wie sieht es mit der Versorgung mit Bio-Rindfleisch aus?

Bio-Rindfleisch ist vor allem bei Jungrindern aus der Mutterkuhhaltung interessant. Hier passen die Richtlinien der Bio-Produktion mit den Grundlagen der Erzeugung gut zusammen. Vor allem kann der Anteil des eingesetzten Ergänzungskraftfutters auf ein Minimum reduziert werden.

 

Diese Themen hält das Interview noch für Sie bereit:

  • Mercosur-Importe und Preisdruck auf Edelteile
  • Herkunftskennzeichnung und Kontrollen in der Gastronomie
  • Transportkosten, Preisbeispiele und südamerikanische Produktion

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Warenkorb

Der Warenkorb ist leer.
Gesamt: 0,00