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Rindfleischmarkt: Norbert Marcher im Interview

Erschienen in: LANDWIRT 09/2026

Norbert Marcher geht davon aus, dass die Fleischmengen aus Übersee dem Rindfleischmarkt nicht nachhaltig schaden werden.
Quelle: Marcher

LANDWIRT: Die Rindfleischpreise sind derzeit erfreulich. Wie stabil schätzen Sie dieses neue Niveau ein?

Norbert MARCHER: Nach einem historischen Höhenflug 2025 bei Kuhfleisch, der im Herbst seinen Höhepunkt erreichte, kam es im vierten Jahresquartal zu einer vergleichsweise geringfügigen Preiskorrektur. Allerdings zeigt der Trend seit Weihnachten wieder nach oben. Beim Stier ging die Kurve bis Jahresende immer nur nach oben. Ich denke, dass das kein Strohfeuer war. Es spricht vieles dafür, dass wir ein neues Niveau erreicht haben, das deutlich über dem der letzten Jahre liegt.

Trotz der massiven Preissteigerungen ist die Nachfrage nach Rindfleisch hoch. Warum?

Das überrascht auch mich. Konsumenten kaufen offensichtlich auch weiterhin Rind. Es ist ein Lebensmittel, das nicht so leicht zu substituieren ist. Die Preissensibilität ist vor allem dann gegeben, wenn Supermarkt A billiger ist als Supermarkt B. Dann wandert der Konsument zur billigeren Alternative. Sind alle Supermärkte gleich teuer, weicht der Konsument offensichtlich nicht zu Hühner- oder Schweinefleisch aus.

Antworten auf folgende Fragen hält das Interview u.a. noch für Sie bereit:

  • Wie sieht es mit der gestiegenen Nachfrage nach Bio-Rindfleisch aus?
  • Was kommt mit Mercosur auf die Rinderbauern zu?
  • Können wir dem internationalen Wettbewerb standhalten

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