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Rindfleischmarkt: Norbert Marcher im Interview

Erschienen in: LANDWIRT 09/2026

Norbert Marcher geht davon aus, dass die Fleischmengen aus Übersee dem Rindfleischmarkt nicht nachhaltig schaden werden.
Quelle: Marcher

LANDWIRT: Trotz der massiven Preissteigerungen ist die Nachfrage nach Rindfleisch hoch. Warum?

Norbert MARCHER: Das überrascht auch mich. Ich kann mir das nur so erklären, dass Konsumenten, die regelmäßig Rind essen, auch weiterhin Rind kaufen. Es ist ein Prestigeprodukt und ein Lebensmittel, das nicht so leicht zu substituieren ist. Möchte jemand Rind in seinen Burger, dann will er keinen Pork Burger patty essen, auch wenn es vielleicht wesentlich billiger ist. Ein weiterer Grund ist, dass die Preissensibilität
vor allem dann gegeben ist, wenn der Supermarkt A billiger ist als der Supermarkt B. Dann wandert der Konsument dorthin ab, wo er billiger kauft. Wenn aber alle Supermärkte gleich teuer sind, weicht der Konsument deswegen nicht zu Hühner- oder Schweinefleisch als Alternative aus.

Tragen die sinkenden Rinderbestände zu den guten Preisen bei?

Der Rinderbestand ist seit Jahren rückläufig. Es reicht offensichtlich schon ein etwas kleineres Angebot, um viel höhere Preise durchzusetzen. Das ist kein deutsches oder österreichisches, sondern ein europäisches Phänomen. Dass Rindfleisch auch in Nordafrika und der Türkei gut nachgefragt wird, trägt ebenfalls dazu bei, dass die Preise erfreulich hoch sind.

 

Antworten auf folgende Fragen hält das Interview u.a. noch für Sie bereit:

  • Wie sieht es mit der gestiegenen Nachfrage nach Bio-Rindfleisch aus?
  • Was kommt mit Mercosur auf die Rinderbauern zu?
  • Können wir dem internationalen Wettbewerb standhalten

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