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Roboter, die säen und hacken

Farmdroid-Aussaat
Der FarmDroid bei der Saat von Zuckerrüben in das vorbereitete Saatbett.
Quelle: Jungwirth und Handler

Das Problem der herkömmlichen Hacktechnik ist ein unbearbeitetes Band entlang der Pflanzenreihen. In der Rübe wird dieser Bereich meist mit Handarbeit sauber gehalten. So fallen in einer Saison pro Hektar bis zu 200 Handarbeitsstunden an. Zu viel für die Firma FARMDROID ApS aus Dänemark. Sie hat sich mit der Entwicklung des FarmDroid FD20 die Reduktion dieser Handarbeit zum Ziel gesetzt. Dieser Roboter sät und hackt. Doch wie funktioniert er?

Vor der Saat…

…muss der Landwirt die Feldgrenze festlegen. Dazu werden der Reihe nach die Eckpunkte des Feldes angefahren und über das integrierte RTK-GNSS aufgenommen. Gebogene Feldgrenzen müssen in gerade Teilstücke zerlegt werden. Der Roboter ist dabei – wie beim Straßentransport – am Traktorhubwerk angebaut. Anschließend gibt der Landwirt den gewünschten Abstand in der Reihe und die Breite des Vorgewendes ins System ein. Anhand dieser Daten berechnet das Gerät das Aussaatmuster.

Farmdroid-Webportal
Mit der App kann der FarmDroid überwacht werden.
Quelle: Jungwirth und Handler

Sechs Säeinheiten…

…werden mit Rübenpillen gefüllt. Die Lochscheibe vereinzelt das Saatgut und lässt die Pille auf das sogenannte Säventil fallen. Erreicht der Roboter dann den vorab berechneten Aussaatpunkt, so öffnen sich gleichzeitig alle sechs Säventile und die Pillen werden im Säschlitz abgelegt. Wie bei der herkömmlichen Einzelkorntechnik muss der Landwirt auch beim Roboter zu Beginn die Maschine einstellen und die Arbeitsqualität kontrollieren. Ist das geschafft, arbeitet der Farm- Droid autonom weiter. Der Roboter überwacht sich dabei selbst und meldet Störungen, wie einen leeren Saatgutbehälter oder Fehlstellen, via E-Mail.

Was dieser Artikel noch bereithält:

  • Für die Hacke
  • Vier Photovoltaik-Module