Österreich InternRückblick auf die Generalversammlung der Rinderzucht Austria

Rückblick auf die Generalversammlung der Rinderzucht Austria

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Rinderzucht Austria
Die Rinderzucht Austria traf sich am 9. April 2026 zur Generalversammlung in Eugendorf in Salzburg.
Quelle: RINDERZUCHT AUSTRIA

Das Jahr 2025 war für die Landwirte von Tierseuchen geprägt. Geschäftsführer DI Martin Stegfellner erinnert sich: „Die Maul- und Klauenseuche trat zunächst in Deutschland auf, etwas später in Ungarn und in der Slowakei. Auch die Lumpy Skin Disease mit Ausbrüchen in Italien und Frankreich sowie die Blauzungenkrankheit stellten große Herausforderungen dar. All diese Entwicklungen erforderten intensive Abstimmungen in diversen Krisenstäben sowie zahlreiche Sitzungen zur Krisenintervention. Besonders die Vieh- und Milchwirtschaft war von den Auswirkungen betroffen.“ Obmann Thomas Schweigl äußert in seinem Bericht: „Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die enge Zusammenarbeit mit zentralen Institutionen und Partnern. Besonders hervorzuheben sind die intensiven Kontakte zum Gesundheits- und Landwirtschaftsministerium, die von gegenseitigem Vertrauen und regelmäßiger Abstimmung geprägt sind. Auch der Austausch mit Dachorganisationen auf Bundesebene sowie mit Forschungseinrichtungen und Projektpartnern wurde kontinuierlich gepflegt.“

Thomas Schweigl
Thomas Schweigl begrüßte etwa 50 Teilnehmer zur Generalversammlung 2026 der Rinderzucht Austria.
Quelle: RINDERZUCHT AUSTRIA

Veränderung im Personal

Im April 2025 gab es bei der Rinderzucht Austria einen Wechsel in der Führung. Sebastian Auernig übergab seine Funktion des Obmannes an Thomas Schweigl. Auch der Obmann-Stellvertreter Matthias Bischof wurde von Johannes Tanzler im Zuge durchgeführter Ergänzungswahlen abgelöst. Ebenfalls einen Wechsel gab es bei der Österreichischen Jungzüchtervereinigung (ÖJV), Julia Klamer übernahm die Leitung des ÖJV und wurde dadurch auch in den Vorstand der Rinderzucht Austria gewählt.

Projekte der Rinderzucht Austria

Derzeit arbeitet man bei der Rinderzucht Austria an zahlreichen Projekten. So wurde das über die Forschungsförderungsgesellschaft geförderte FFG-Projekt „ENSURE“ erfolgreich eingereicht und gilt als Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft dar. Das Nachhaltigkeitsprojekt NEU.rind wurde erfolgreich abgeschlossen und wird mit knapp 250 Milchlieferanten praktisch umgesetzt. Es werden weitere Projekt zum Methanausstoß, Futtereffizienz in der Zucht, Weiterentwicklung digitaler Systeme etc. vorangetrieben.

Rinderhaltung steht vor Herausforderungen

In der Generalversammlung präsentierte DDr. Herwig Schneider vom IWI-Institut eine Studie über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Nutztierhaltung. Diese unterstreicht die Rinderwirtschaft in Österreich. „Mit einem Produktionswert von 7,2 Milliarden Euro und einer erheblichen Wertschöpfung trägt sie maßgeblich zur Stabilität der Wirtschaft bei. Zudem sichert die Rinderbranche 60.000 Arbeitsplätze im Ländlichen Raum“, erklärt Schneider. Jedoch stehen die Betriebe unter wachsendem wirtschaftlichen Druck, denn die Kosten steigen und können nicht vollständig über den Markt abgegolten werden. Auch LK-Präsident Franz Waldenberger weist in seinem Statement auf der Generalversammlung darauf hin: „Neben wirtschaftlichen und strukturellen Themen spielt auch die gesellschaftliche Wahrnehmung eine zunehmend wichtige Rolle. Fragen rund um Tiertransporte sowie eine teilweise einseitige Berichterstattung beeinflussen das Bild der Branche in der Öffentlichkeit. Auch die Diskussionen im Bereich der Tiergesundheit gestalten sich komplex. Insbesondere der Austritt der Tierärztekammer aus der Tiergesundheit Österreich zeigt bestehende Spannungsfelder und verdeutlicht den Bedarf an Weiterentwicklung und Dialog.“

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