LandtechnikAgritechnicaRückschau Agritechnica 2025: Sieben Tage, sieben Themen

Rückschau Agritechnica 2025: Sieben Tage, sieben Themen

Außerhalb der „Exklusivtage“ – die jetzt „Agribusiness Days“ heißen – ging es nicht so geräumig zu.
Quelle: Paar

Wie bei den früheren Ausgaben der „Weltleitmesse für Landtechnik“, vermeldet die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) als Veranstalterin auch bei der Agritechnica 2025 abermals Zuwächse bei den Zahlen. So strömten an den sieben Messetagen rund 476.000 Fachbesucher in die riesigen Hallen auf dem weitläufigen Messegelände. Sie kamen diesmal aus 171 Ländern – weit mehr als 2023. Auch die Zahl der Aussteller ist weiter gewachsen: 2.849 Aussteller aus 52 Ländern präsentierten unter dem Leitthema „Touch Smart Efficiency“ ihre Neuheiten. Auffallend war die deutlich gewachsene Präsenz asiatischer Hersteller – was die Anzahl, die Standgröße und die Innovationskraft betraf.

Exklusivtage heißen nun „Agribusiness Days“

Premiere hatte das Besucherkonzept „7 Tage – 7 Themen“: Mit diesen neu konzipierten Thementagen richtete sich die Agritechnica gezielt an unterschiedliche Fachbesuchergruppen. Wer in diesem Jahr nicht auf seine Kosten gekommen ist oder gar nicht in Hannover war: Die nächste Gelegenheit bietet sich vom 14. bis 20. November 2027.

Wir vom LANDWIRT waren auch auf der diesjährigen Agritechnica mit einem eigenen Stand präsent sowie mit mehreren Redakteuren auf der Messe unterwegs. Einen Auszug dessen, was wir dabei Spannendes entdeckt haben, finden Sie in den folgenden Meldungen.

Roboter für den Obst- und Weinbau

Mit dem Roboter R4 präsentierte New Holland ein autonomes Fahrzeug für Spezialkulturen. Er ist mit gefederten Gummikettenantrieben ausgestattet und in zwei Versionen entwickelt worden. Der R4 Electric Power ist für den Weinbau konzipiert und wird elektrisch angetrieben. Solarzellen auf dem Dach laden den 40 kWh großen Akku auf. Das größere Vollhybridmodell R4 Hybrid Power wurde für den Obstbau konzipiert. Der 59 PS/44 kW starke Dieselmotor treibt einen elektrischen Generator an. Zwei 4 kWh große Batterien ermöglichen einen vollelektrischen Betrieb.

Der Roboter R4 kann Anbaugeräte auch elektrisch antreiben.
Quelle: Weninger

Striegel mit variablem Strichabstand

DicksonKerner überraschte auf der Agritechnica mit dem neuen Präzisionsstriegel Variofield. Der hydraulisch einstellbare Zinkendruck reicht von 0,3 kg bis 7 kg. Ein zentrales Drehrohr übernimmt die Verstellung des Zinkendrucks, den Anschlag der Zinken und die Federaufhängung. Der Variofield kommt ohne Seilzüge oder Doppelrahmen aus. Der Strichabstand lässt sich mechanisch oder hydraulisch auf 2,5 oder 5 cm einstellen. Die optional mit Hartmetall bestückten Zinken sind 8 mm stark. Der Variofield soll zur Unkrautregulierung, als Grünlandstriegel sowie als Strohstriegel geeignet sein.

Der Variofield kommt mit Breiten von 6,30 bis 15,15 m auf den Markt.
Quelle: Weninger

Elektrisches ATV mit bis zu 47 PS

Der kanadische Hersteller Can-Am hatte in Hannover die Weltpremiere seines ersten, vollelektrischen ATV, des Outlander Electric. Der Elektromotor von Rotax hat eine Spitzenleistung von 47 PS (35 kW) und eine Dauerleistung von 27 PS (20 kW). Die zwei Fahrbereiche ermöglichen eine Höchstgeschwindigkeit von 45 bzw. 60 km/h. Der Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von 8,9 kWh. Motor und Akku sind flüssigkeitsgekühlt. Das Bordladegerät verfügt über eine Ladeleistung von 6,6 kW. Außerdem ist das regenerative Bremsen in drei Stufen einstellbar. Can-Am zeigte zudem das neue UTV Traxter HD11.

Der 400 kg schwere Outlander Electric bietet 830 kg Anhängelast.
Quelle: Weninger

Erste Einzelkorn unter eigenem Namen

Nach der Übernahme von Matermacc in 2022 stellte Pöttinger auf der diesjährigen Agritechnica den Prototypen der ersten Einzelkornsämaschine unter eigener Marke vor: die Puro H 3000. Ihre Vereinzelung aus Kunststoff ist zweiteilig aufgebaut. Der Deckel lässt sich für einen schnellen Säscheibenwechsel ohne Werkzeug abnehmen. Der 68 l große Saatgutbehälter hat an der Unterseite einen Absperrschieber. Das ermöglicht einen Wechsel der Säscheiben bei vollem Saattank. Die Puro H 3000 hat mit sechs Reihen eine Arbeitsbreite von 4,5 m. Pöttinger gibt den Schardruck mit 180 kg an.

Der Düngertank der Puro H 3000 von Pöttinger ist 1.300 l groß.
Quelle: Paar

Renaissance des Geräteträgers

Mit dem Fendt Xaver GT präsentierten die Marktoberdorfer einen autonom arbeitenden Roboter. Ähnlich wie bei den Geräteträger-Traktoren von früher hat der Fendt Xaver GT einen Anbauraum zwischen den Achsen und einen im Heck. Dadurch kann er Arbeitsgänge kombinieren. Das Zwischenachs- und das Heckhubwerk haben jeweils eine Hubkraft von 2 t. Der Radstand beträgt 3,40 m. Die Spurweite lässt sich auf die gängigen Maße einstellen (1,50, 1,80, 2,00, 2,25 m). Für den Antrieb sorgen ein serieller 48-V-Hybridantrieb mit 9 kWh großer Batterie und ein 45 PS Dieselmotor samt 200 l großem Tank.

Der Fendt Xaver 104 GT ist für das Säen, Hacken oder Striegeln geeignet.
Quelle: Paar

Neues Flaggschiff aus St. Valentin

Der neue Steyr Cervus CVT ist nun der stärkste Traktor, der im CNH-Werk St. Valentin gebaut wird. Der 8,7-l-Cursor-6-Motor von FPT leistet in den drei Modellen 360 bis 435 PS. Das neue 4×2-CVT-Getriebe sorgt für eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h. Der Cervus bietet ein integriertes Reifendruckregelsystem (CTIS). Wartungsintervalle von 750 Stunden und ein 680 l großer Tank ermöglichen lange Einsätze. Außerdem zeigte Steyr den neuen Impuls CVT – ebenfalls im neuen Design – mit drei Modellen von 170 bis 225 PS. Statt des CVT-Getriebes gibt es alternativ das Lastschalt-Getriebe S-Control 8.

Das Gesamtgewicht des Cervus CVT beträgt 18 t, bei 12,4 t Leergewicht.
Quelle: Dolensek

Viel Neues für die Kulturpflege

Mit dem Invera stellte Einböck ein neues In-Row-Hackgerät vor. Eine KI-gestützte Kamera über jeder Reihe soll die Kulturpflanzen erkennen und von Unkraut unterscheiden. Die hydraulisch angetriebenen Hackmesser arbeiten von beiden Seiten in die Pflanzenreihe. Sein Striegel-Programm ergänzt Einböck mit dem neuen Aerostar-Evo. Dieser ist zwischen dem Topmodell Aerostar-Fusion und den klassischen Hackstriegeln angesiedelt. So basiert der Aerostar-Evo auf dem bekannten Rahmen mit Scherenklappung. Die Striegelfelder mit den indirekt gefederten Zinken stammen vom Aerostar-Fusion.

Das In-Row-Hackgerät von Einböck soll dank KI selbstlernend sein.
Quelle: Weninger

Kompakter Schleppschuh für kleine Fässer

Fliegl erweitert seine Schleppschuhverteiler der Skate-Serie um eine Version für kleinere und mittlere Betriebe. Der Skate Easy kommt in den Arbeitsbreiten 6, 7,5 und 9 m. Letzterer – der Skate Easy 90 – wiegt nur 750 kg wiegen und ist eingeklappt 2,30 m breit. Der kompakte Schleppschuhverteiler soll sich auch an kleine Güllefässer problemlos anbauen lassen. Zum Steuern stehen das Bedienpult von Fliegl oder die vorhandene Isobus-Anbindung zur Wahl.  Das bekannte Schneckensystem (85 oder 115 mm Durchmesser) sorgt für die Verteilung längs und quer. Der Ölbedarf ist mit nur 20 l/min angegeben.­­­­

Für den Skate Easy bietet Fliegl bekannte Optionen der Skate-Serie an.
Quelle: Paar

Elektro-Traktor mit Akku-Wechselsystem

Tadus will 2026 den gleichnamigen Elektrotraktor auf den Markt bringen, wie das Unternehmen aus Bayern auf der Agritechnica bekannt gab. Dort war der Tadus T16.20 bereits ausgestellt. Er soll eine Dauerleistung von 110 PS (80 kW) und eine Maximalleistung von 160 PS (120 kW) bringen. Die Kapazität der Lithium-Ionen-Batterie ist mit 196 kWh angegeben. Die Reichweite beziffert Tadus mit fünf bis acht Stunden. Optionale Wechselbatterien erlauben einen Dauerbetrieb. Die Fahrgeschwindigkeit ist stufenlos bis 40 km/h möglich. Auch die Zapfwellen vorne und hinten sind stufenlos einstellbar von 0 bis 1.000 U/min.

Die Hydraulikanlage des Tadus liefert 75 l/min, optional 100 l/min.
Quelle: Weninger

Gleich zweimal: Jetzt auch stufenlos

Den MF 5S von Massey Ferguson gibt es nun auch mit dem stufenlosen Dyna-VT-Getriebe. Der Triebsatz mit nur einem Fahrbereich erlaubt eine Fahrgeschwindigkeit von 0,1 bis 40 km/h. Die Serie 5S ist in fünf Modellen von 105 bis 145 PS zu haben. Das Dyna-VT-Getriebe ist in Kombination mit den Ausstattungsvarianten Efficient und Exclusive möglich, jedoch nicht in der Basisausstattung Essential. Die Dyna-VT-Modelle verfügen über neue Vorder- und Hinterachsen, ein neues Hydrauliksystem sowie ein neues Heckhubwerk. Auch die Spezialtraktoren MF 3S gibt es nun mit stufenlosem Getriebe.

Lange erwartet, nun ist er da: Der MF 5S Dyna-VT von Massey Ferguson.
Quelle: Weninger

Leichtgrubber mit komfortabler Einstellung

Der Leichtgrubber Eurocult ist seit vielen Jahren ein Fixpunkt im Programm von Agri Farm. Auf der Agritechnica präsentierte der Hersteller die neueste Generation des Geräts, den Bio Eurocult III eControl. Bei diesem lässt sich die Arbeitstiefe von der Traktorkabine aus exakt einstellen – über eine Bedienbox oder einen Isobus-Monitor. Die Arbeitstiefe wird über die großen Tasträder sowie die Nachläufer eingehalten. Die Nachläufer – Walzen oder Striegel – lassen sich dank Schnellwechselsystem rasch anpassen. Der Bio Eurocult III kommt mit Arbeitsbreiten von 3 bis 7 m auf den Markt.

Der Bio Eurocult III von Agri Farm mit exakter Arbeitstiefen-Einstellung.
Quelle: Weninger

Elektrischer Kompakt-Teleskoplader

Der neue MLT 625e ist der erste kompakte Teleskoplader mit Elektroantrieb von Manitou. Der 35 kWh große Lithium-Ionen-Akku soll eine Reichweite von bis zu fünf Stunden ermöglichen, bei einem typischen Nutzungszyklus. Mit dem 9 kW starken Bordladegerät ist der Lader an einer 380-V-Steckdose in vier Stunden voll aufgeladen. Der MLT 625e hat eine maximale Hubhöhe von 5,90 m und eine maximale Hubkraft von 2,5 t. Er ist nur 1,81 m hoch und 2 m breit. Den Wenderadius gibt Manitou mit 3,31 m an. Durch den zu 100 % elektrischen Fahrantrieb entfällt der hydrostatische Teil des Getriebes.

Der MLT 625e bietet zwei Fahrmodi für präzises oder schnelles Arbeiten.
Quelle: Weninger

Serie 8 TTV: Deutz-Traktor mit FPT-Motor

Zwei Modelle mit 313 und 340 PS umfasst die neue Serie 8 TTV von Deutz-Fahr, die auf der Agritechnica ihre Premiere feierte. Den Motor mit 6,7 l Hubraum beziehen die Lauinger überraschenderweise von FPT. Das auffälligste Merkmal des 8340 TTV bzw. 8310 TTV ist die neue SigmaVision-Kabine. Das große Fahrerhaus ist als Viersäulen-Kabine konzipiert und pneumatisch gefedert. Das stufenlose Getriebe beschleunigt den 8er auf maximal 60 km/h. Für ein entsprechendes Fahrverhalten sorgen die neu entwickelte Vorderachsfederung mit langem Schwingarm und Trockenscheibenbremsen.

Bis 220 l/min und 12 t Hubkraft im Heck: die Hydraulik im 8340 TTV.
Quelle: Weninger

Jetzt auch mit Einzelreihe

Lemken stellte mit der Faya MF eine „klassische“ Einzelkornsämaschine mit Einzelreihen vor. Sie ergänzt die Azurit mit ihrem Delta-Row-Verfahren. Die Faya MF hat acht, neun oder zwölf Reihen auf 6 m Arbeitsbreite. Der Reihenabstand ist von 45 bis 80 cm möglich, inklusive schnellem Umbau von 12x 50 cm auf 8x 75 cm. Bei der Vereinzelung setzt Lemken auf ein Überdrucksystem. Die Abstreifer sind mechanisch pro Reihe, elektrisch über das Terminal oder automatisch per Körnersensor einstellbar. Der Schardruck von bis zu 350 kg lässt sich mechanisch, hydraulisch oder automatisch regeln. Die Reihenbehälter fassen 70 l.

Die Faya MF soll bis 16 km/h eine hohe Ablagegenauigkeit haben.
Quelle: Paar

Neuer Sechser mit sechs Zylindern

Premiere in Hannover feierte auch die neue Baureihe Arion 6 von Claas. Das Topmodell, der Arion 6.190 Cmatic, basiert auf dem Arion 660 Cmatic. Vor allem die Motorhaube im neuen Claas-Familiendesign (siehe Xerion 12 und Axion 9) gibt dem Arion 6 ein dynamisches Design. Der 6,8 l große Sechszylinder-Motor erreicht im Arion 6.190 eine Maximalleistung von bis zu 205 PS. Optional ist das Fahrerassistenzsystem Cemos erhältlich. Das stufenlose Cmatic-Getriebe bietet eine automatische Anhängerstreckbremse und einen Radladermodus für Frontladerarbeiten.

In der Kabine des Arion 6 gibt es viele neue Details für mehr Komfort.
Quelle: Weninger

Mehr Tempo, mehr Präzision

Väderstad präsentierte ein völlig neu entwickeltes Einzelkorn-Säaggregat, das ab 2026 serienmäßig in allen Tempo- und Proceed-Modellen verbaut wird. Äußerlich ist es am neuen, modernen Design erkennbar. Die Sätiefe lässt sich über Applikationskarten variieren. Auch der Nachläufer-Schardruck ist von der Kabine aus einstellbar. Der Wechsel zwischen verschiedenen Kulturen soll jetzt einfacher sein. Die neue Säeinheit ist in einer Central-Fill-Variante mit einem 5 l fassenden Mini-Behälter und in einer Standardversion mit einem größeren Saatgutbehälter an der Einheit selbst erhältlich.

Das neue Einzelkorn-Aggregat erzeugt einen noch schmaleren Säschlitz.
Quelle: Weninger

Nachwuchs bei der Raubkatze

Case IH zeigte den neuen Puma mit drei Modellen und einer Nennleistung von 155 bis 185 PS (maximal 192 bis 226 PS) aus 6,7 l Hubraum. Die Wartungsintervalle sind auf 750 Stunden angehoben worden. Das zulässige Gesamtgewicht hat Case IH auf 13,5 t erhöht, die Nutzlast auf bis zu 5,5 t. Der Wendekreis ist mit 11,4 m angegeben. Die Kabine ist völlig überarbeitet und bietet unter anderem eine neue Federung und die neue MultiController-Armlehne. Zudem zeigte Case IH die neue Serie Farmall M mit drei Modellen von 100 bis 120 PS und dem 16×16 Teillastschalt-Getriebe ActiveDrive 4.

Die Präzisionstechnologie für den neuen Puma gibt es in drei Paketen.
Quelle: Weninger

Noch mehr Präzision in der Düngetechnik

Rauch stellte in Hannover den neuen Düngerstreuer Axis 25 vor. Das weiterentwickelte Dosiersystem ermöglicht einen Massenstrom von bis zu 675 kg/min. Das ist auch bei pelletierten Bio-Düngern mit einer geringen Schüttdichte vorteilhaft. Der Streuer ermöglicht 18 Teilbreiten. Der Einkammer-Streuer MDS kommt nun mit Isobus-Bedienung per CCI-Terminal sowie optionaler Wiegeeinrichtung auf den Markt. Er lässt sich auch mit Traktoren ohne werkseitigen Isobus-Kabelbaum einsetzen. Neue Funktionen hat Rauch auch dem pneumatischen Exaktdüngerstreuer Aero 32.1 verpasst.

Der neue Axis 25 von Rauch bietet an vielen Stellen Weiterentwicklungen.
Quelle: Weninger

Unkraut lasern statt spritzen oder hacken

Das österreichische Unternehmen Farm-ING präsentierte seine neueste Lösung für die Unkrautbekämpfung. Das Gerät namens LaserING schaltet kleine Unkrautpflanzen gezielt mittels Laserstrahlen aus. Basis dafür ist eine KI-gestützte Bilderkennung. Die Lasertechnologie erweitert das Angebot von Farm-ING für die Unkrautbekämpfung auf konventionellen und biologisch arbeitenden Betrieben. Im Programm sind zudem In-Row-Hacken für vier bis 23 Reihen, Spotsprayer mit Arbeitsbreiten von 2,75 bis 12 m, verschiedene Verschieberahmen sowie automatische Lenksysteme.

Ohne Pflanzenschutzmittel: Laserstrahlen erfassen Unkraut punktgenau.
Quelle: Weninger

Profi-Bandschwader mit mehr Breite

Mit dem Respiro R10 profi bringt Reiter sein neuestes Modell der Pickup-Bandschwader auf den Markt. Die Pickup der zweiten Generation hat Reiter überarbeitet, etwa die Lagerabdichtung verbessert. Die Arbeitsbreite reicht von 7,50 bis 10 m, je nach Mitten- oder Seitenablage des Schwades. Der gezogene Schwader stellt somit das Topmodell des Herstellers dar. Die Schwadbreite ist mit 0,50 bis 2,50 m angegeben. Die Flächenleistung beziffert Reiter mit 4 bis 11 ha. Der Respiro R10 profi hat ein Eigengewicht von 6,6 t, dass sich auf vier Reifen der Dimension 550/45-22.5 verteilt.

Die Isobus-Bedienung des Respiro R10 profi bietet Automatikfunktionen.
Quelle: Paar

G wie stufenlos

Valtra erweitert seine G-Serie (100 bis 145 PS) um ein stufenloses Getriebe. Die neue CVT-Option ist für alle vier Modelle verfügbar und in den beiden Versionen Active und SmartTouch erhältlich. Die bestehenden Modelle mit Lastschaltgetriebe bleiben weiterhin im Programm. Das Stufenlosgetriebe hat nur einen Fahrbereich von 0 bis 40 km/h. Der Antriebsstrang arbeitet nach dem EcoPower-Prinzip, das von den größeren Traktoren der Q- und S-Serie bekannt ist. Außerdem zeigte Valtra in Hannover den „wahrscheinlich nachhaltigsten“ Traktor der Welt: das Sonderkonzept der 6. Generation der S-Serie.

Der ausgestellte G135 CVT, veredelt mit einzigartiger Sonderlackierung.
Quelle: Weninger

Profi-Tanker in Leichtbauweise

Zunhammer hat auf der Agritechnica seine neue Tankwagenbaureihe PKE vorgestellt. Sie enthält alle Neuheiten und Patente des Herstellers aus den letzten Jahren. Auch mit schweren Anbaugeräten – wie Scheibeneggen bis 8,30 m oder Grubber bis 6 m – soll bei leerem Tank keine negative Stützlast auftreten. Die hydraulisch angetriebenen Pumpen sowie der Nährstoffsensor VAN-Control ermöglichen eine präzise Gülledüngung nach Applikationskarten. Durch die neu entwickelte hydraulische Trapezachse (Hytra) lenkt das kurveninnere Rad stärker ein – das soll Reifen und Boden schonen.

Der PKE mit 22 m³ großem Behälter bleibt unter 10 t Eigengewicht.
Quelle: Weninger

Kompaktes UTV mit Dieselmotor

Mit dem neuen UTV-Modell Terrain DX4s will der spanische Hersteller Corvus ein neues Segment eröffnen: Diesel-UTV mit einem kompakten Chassis. Aufbauend auf dem größeren Modell Terrain DX4 kommt auch das neue Kompakt-UTV mit Stahlrahmen, permanentem Allradantrieb mit Hinterachs-Differentialsperre und Dreizylinder-Dieselmotor von Yanmar. Dieser bringt eine Leistung von 22 PS aus 800 cm³ Hubraum. Das stufenlose CVT-Getriebe beschleunigt das Terrain DX4s mit T1b-Zulassung auf maximal 60 km/h. Die Nutzlast ist mit 500 kg angegeben (davon 250 kg auf der Ladefläche), die Anhängelast mit 600 kg.

Das Terrain DX4s von Corvus wiegt leer 700 kg, der Tank fasst 38 l.
Quelle: zVg

Autonome und alternative Antriebe

Mit mehreren Konzeptstudien und Prototypen zeigte John Deere in Hannover, wohin die Reise bei Traktoren gehen könnte. So war etwa der vollelektrische Traktor-Prototyp E-Power ausgestellt. Dieser ist mit bis zu fünf Batterien von Kreisel ausgestattet, soll 130 PS leisten und – weil als Standardtraktor konzipiert – die volle Kompatibilität zu heutigen Anbaugeräten aufweisen. Ebenso war ein Raupentraktor 9RX zu sehen, der mit dem John-Deere-Autonomiepaket der zweiten Generation ausgerüstet ist. 16 Kameras ermöglichen eine 360-Grad-Rundumsicht, sodass der Traktor noch präziser selbstständig arbeiten kann.

Noch ein Prototyp ist der E-Power mit 130 PS und fünf Batterien.
Quelle: Paar

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