Zahlreiche weitere Neuheiten und Eindrücke von der Agritechnica 2025 finden Sie hier.
Hackthor mit neuem Kabinenkonzept
Jenz präsentierte auf der Agritechnica 2025 den neuen Selbstfahrer Hackthor, den es in drei Versionen gibt. Als Hauptantrieb dient jeweils ein MAN-Dieselmotor mit einer Leistung von 382 kW (520 PS). In der Ausführung Hybrid kommt ein CAT-Aufbaumotor mit 597 kW (812 PS) hinzu. Die Systemleistung liegt damit bei fast 980 kW bzw. rund 1.330 PS. Der Hacktrommel-Durchmesser misst beachtliche 104 cm. Das neue Kabinenkonzept Skyview kann angehoben werden und soll mit Rundscheiben und umfassendem Lichtpaket optimale Sichtbedingungen bieten. Zudem zeigte Jenz den neuen Zapfwellenhacker 5600Z für Traktoren zwischen 150 und 300 kW. Er verfügt über einen 100 cm breiten Einzug, einen Hacktrommeldurchmesser von 82 cm und einen aufgebauten Epsilon-Kran mit einer Reichweite von 10 m.

Separator mit Fächer-Rotor
Die Schweizer Firma Swisstec zeigte in Hannover den neuen Gülle-Separator Sepafix SPF 250, der ohne Fremdantrieb auskommt und dank des neu entwickelten Fächer-Rotors, dem Herzstück der Entwicklung, sehr wartungsarm sein soll. Die Gülle trifft über eine Zulaufdüse mit hoher Geschwindigkeit auf den Fächer-Rotor. Die spezielle, spiralförmige Bauweise dieses Rotors sorgt dafür, dass dieser durch die Strömung in Rotation versetzt wird. Dabei wirkt der Fächer-Rotor wie ein feines Sieb. Die flüssigen Bestandteile fließen durch Rillen in eine separate Kammer und fließen dort drucklos ab. Die verbleibenden festen Bestandteile werden auf den Rippen des Fächer-Rotors mit der Zentrifugalkraft abgeschieden. Die Durchsatzleistung beträgt laut der Firma rund 80 Kubikmeter pro Stunde.

Leguan hat elektrischen Antrieb
Mit dem Leguan zeigte Ropa erstmals eine elektrisch angetriebene Kartoffellegemaschine mit drei Meter Außenbreite. Herzstück ist der vollständig elektrische Antrieb der Legeelemente über bürstenlose Servomotoren mit CAN-Bus- Steuerung. Das integrierte 48-V-Bordnetz ermöglicht eine präzise Drehzahlregelung für perfekte Legeabstände – unabhängig von Fahrgeschwindigkeit oder Bodenzustand. Mit Section Control und Variable Rate Control können Legeelemente, Beizeinrichtung und Mikrogranulatstreuer GPS-basiert einzeln angesteuert werden. Dadurch werden Pflanzabstände teilflächenspezifisch angepasst. Die automatische Tiefenführung über Ultraschallsensoren regelt die Pflanztiefe in Echtzeit. Die Markteinführung ist ab 2027 geplant.

Selbstfahrender Böschungsmäher Mantis 201 P
Alamo stellte den selbstfahrenden Böschungsmäher Mantis 201 P vor. Er bietet die Möglichkeit, einen Arm mit einer Reichweite von 6,5 bis 9 m wahlweise auf der rechten oder linken Seite anzubringen. Der Mantis hat einen permanenten Allradantrieb und wird von einem Vierzylinder-Motor von Deutz mit 200 PS angetrieben. Das hydrostatische Getriebe erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h im Arbeitsmodus beziehungsweise 40 km/h im Transportmodus. Das Hydrauliksystem umfasst drei Rexroth-Pumpen für Getriebe, Ausleger und (optional) eine Zapfwelle, jeweils mit einer Förderleistung von jeweils 90 l/min bei 310 bar. Die Kabine lässt sich um 90° nach rechts und links schwenken. Der Mulchkopf (Prototyp) kann um 180° gedreht werden, um vorwärts und rückwärts arbeiten zu können.

Versatile will in Europa Fuß fassen
Versatile führt in Europa die Traktorbaureihe Nemesis mit einer Nennleistung von 170 bis 250 PS ein. Ausgestattet mit einem 6,7-l-Motor von Cummins verfügen die Modelle 175, 195 und 210 über ein Lastschaltgetriebe von ZF, bei den Spitzenmodellen 235 und 255 ist ein stufenloses Getriebe, ebenfalls von ZF, Standard. Die Heckzapfwelle verfügt über vier Drehzahlen. Die geräumige Kabine mit einem Volumen von 4,19 m³ und Panoramadach ist modern eingerichtet mit benutzerfreundlichen, farbcodierten Bedienelementen. Optional kann man zusätzlich ein Fronthubwerk, eine 1.000er-Frontzapfwelle oder auch einen Frontlader ab Werk bestellen. Versatile bzw. der kanadische Hersteller Buhler wurde kürzlich von der türkischen ASKO-Gruppe übernommen.

Granterra für Hochleistungstraktoren
Mitas enthüllte auf der Agritechnica mit der Serie Granterra eine neue Produktlinie von Reifen für die leistungsstärksten Traktoren. Die Granterra-Reifen kombinieren eine neu gestaltete Lauffläche und einen hochentwickelten Karkassen-Aufbau mit der VFPFO-Bauweise (Very High Flexion – Pressure Field Operation). Das Ergebnis sei ein leistungsstarker Reifen mit einer hervorragenden Traktion und Bodenschonung. Mit seiner größeren Aufstandsfläche, die den Boden schone und die Effizienz steigere, sei der Granterra die ideale Wahl für Landwirte und Lohnunternehmen. Weiter präsentierte Mitas mit dem Agriterra Ultra auch einen neuen Reifen für landwirtschaftlich genutzte Anhänger, der hinsichtlich Traktion, Bodenverdichtung und Tragfähigkeit sowie Langlebigkeit neue Maßstäbe setzen soll.

Selbstfahrender Futtermischer im XXL-Format
Auf dem Agritechnica-Stand von Siloking stand die neue Selbstfahrer-Generation SelfLine System 2000+ im Fokus. Diese Maschine ist konzipiert für Betriebsgrößen von rund 2.000 Kühen plus Nachzucht oder große Mastbetriebe. Die Maschine ermöglicht die Fütterung von rund 320 Kühen mit nur einer Mischung. Angetrieben von einem 510-PS-Motor und ausgestattet mit einem Vierachs-Heavy-Duty-Fahrwerk, überzeuge der SelfLine 2000+ durch maximale Stabilität, Wendigkeit und Traktion. Alle vier Achsen sind gelenkt, drei davon angetrieben – das soll für höchste Manövrierfähigkeit im Stall und auf dem Hof sorgen. Ein weiteres Highlight: Die Maschine ist für eine Lebensdauer von 20.000 Betriebsstunden ausgelegt.

„Hyperkompakter“ Teleskoplader
In dem am stärksten wachsenden Segment der kompakt konstruierten Teleskoplader zeigte Merlo die Konzeptstudie des „hyperkompakten“ Modells TF 15.5. Bei einer Hubkraft von 1,5 t lassen sich mit diesem Teleskoplader Lasten bis auf eine Höhe von 5 m heben. Im Sortiment von Merlo ist der TF 15.5 der kleinste hydrostatisch angetriebene Teleskoplader. Die Maschine soll aber erst 2027 verfügbar sein. Für Ställe und begrenzte Raumverhältnisse zeigte Merlo in Hannover die Modelle TF 27.6 bzw. TF 30.7 CS. Sie zeichnen sich durch Bauhöhen um die 2 m und Varianten mit optionalen Niedrigkabinen aus. Außerdem war der kompakte, 100 % elektrisch angetriebene eWorker EW 25.5-90 zu sehen.

Ascenso erweitert sein Reifensortiment
Besonders im Fokus von Ascenso standen in Hannover die High-End-VF-Reifen, die maximale Schlagkraft mit optimaler Bodenschonung verbinden sollen. So soll der VDR2000 Traktion, Beständigkeit und Kraftstoffeffizienz vereinen und den Einsatz schwerer Maschinen bei deutlich reduziertem Reifendruck und gleichbleibender Tragfähigkeit erlauben. Speziell für größere Pflanzenschutzspritzen und Düngerstreuer wurde der VDR901 konzipiert. Ascenso präsentierte zudem den VHR3000, einen VF-Radialreifen für Erntemaschinen. Weiter stellte der indische Hersteller mit dem FCR185, FTR170 sowie dem FTR176 (Bild) neue Anhängerreifen für unterschiedliche Anwendungen und den Reifen UTR240 für Anwendungen speziell im Grünland vor.

Basak bringt Traktor mit 165 PS
Das 165 PS starke Modell 5165 ist der bisher leistungsstärkste Traktor des türkischen Herstellers Basak. Die maximale Leistung liegt bei 170 PS. Der 6,1-l-Motor stammt von Deutz und erfüllt auch die in Europa geltende Abgasnorm der Stufe 5. Serienmäßig gibt es ein elektrohydraulisches Wendegetriebe mit 30 Vor- und 15 Rückwärtsgängen, das optional mit einer Kriechganggruppe erweitert werden kann. Dann stehen 54 x 27 Gänge zur Verfügung. Ein Schiebedach und die Kabinenfederung gehören zur Serienausstattung. Zur Sonderausstattung zählen die beheizbaren elektrischen Außenspiegel, eine Heckscheibenheizung und eine Rückfahrkamera. Bei einer Förderleistung der Hydraulikpumpe von 120 l/min beträgt die Hubkraft des Heckdreipunkts 9,5 t und jene des optionalen Frontkrafthebers 3,5 t.

Ultrapräziser Punktspritzroboter
Kubota hat eine Zusammenarbeit mit dem norwegischen Startup-Unternehmen Kilter gestartet, das eine spezialisierte Lösung für die Unkrautbekämpfung in Beetkulturen entwickelt hat. Der autonome Roboter Kilter AX-1 weist ein modulares Design auf, das sich an bestehende Fahrspur-Systeme anpassen lässt. Die Spurweite lässt sich von 1,55 bis 2,00 m einstellen, die Arbeitsbreite beträgt entweder 1,31 m, wenn mit der 5-Modul-Maschine gearbeitet wird, oder 1,57 m, wenn die 6-Modul-Maschine zum Einsatz kommt. Der Roboter soll bis zu 7 ha pro Tag bearbeiten können. Die im autonomen Roboter verwendete Einzeltropfen-Technologie soll eine sehr geringe Abdrift und eine präzise Platzierung auf einer Behandlungsfläche von nur 6 x 6 mm aufweisen.

Highend-Fahrersitz wie im PKW
Grammer will mit dem Maximo XT2 den Komfort von PKW-Premium-Fahrersitzen jetzt auch in Landmaschinen bringen. Basis für das neue Komfort-Niveau ist die neue Federung mit Doppelrolle.
Der Sitz bietet eine vollelektrische Zehn-Wege-Einstellung mit Speicher, mehrstufige Klimatisierung von Sitz und Lehne sowie Massagefunktion. Optional erfolgt das Einstellen über das Isobus-Terminal. Zudem stellt der Maximo XT2 die Federung für jedes Körpergewicht automatisch ein. Die obere Hälfte der Rückenlehne (Dualmotion-Lehne) dreht sich beim Blick rückwärts über die Schulter mit. Auch die Seitenkontur der Rückenlehne lässt sich anpassen. Erhältlich ist der Maximo XT2 in fünf Ausstattungsvarianten. Im Premiummodell arbeitet ein elektronisch geregelter Stoßdämpfer.

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