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Rubrik Ackerbau

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Russland erhöht Düngemittelexporte

Russland hebt die Exportquoten für Düngemittel kurzfristig an, um ungenutzte Mengen auf dem internationalen Markt abzusetzen.

Im Mittelpunkt steht die Herstellung von Triple Superphosphat. Quelle: Böck

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Alexander Böck-Funk 1 Min. Lesezeit

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Die russische Regierung hat am 15. Oktober 2024 entschieden, das Exportvolumen für Mehrnährstoffdünger um 300.000 Tonnen zu erhöhen. Damit steigt die Gesamtausfuhrmenge von Düngemitteln auf knapp 7,6 Millionen Tonnen für den Zeitraum vom 1. Juni bis 30. November 2024. Grund für die Entscheidung ist ein Angebotsüberschuss im Inland.

Überangebot im Innland

Bereits im August hatte das Handelsministerium darauf hingewiesen, dass am heimischen Markt 300.000 Tonnen Mehrnährstoffdünger weniger nachgefragt wurden als erwartet. Um die überschüssigen Mengen abzusetzen, dürfen russische Hersteller nun kurzfristig mehr Düngemittel exportieren.

Exportbeschränkungen

Als Reaktion auf steigende Lebensmittelpreise hatte Russland bereits am 1. Dezember 2021 Exportkontingente für Stickstoff- und Mehrnährstoffdünger eingeführt. Diese Regelungen gelten noch bis zum 30. November 2024. Erst kürzlich hatte Vizefinanzminister Alexej Sazanow angedeutet, dass die Exportzölle ab dem 1. Januar 2025 komplett gestrichen werden könnten.

Aktuelle Exportzölle

Seit dem 1. Juni 2024 gilt ein Gesamtvolumen von 19,8 Millionen Tonnen für Düngemittelexporte, davon 12,5 Millionen Tonnen für Stickstoffdünger und 7,3 Millionen Tonnen für Mehrnährstoffdünger. Zudem erhebt Russland seit September 2023 einen Ausfuhrzoll von 7 %, der im Oktober zusätzlich an den Rubelkurs gekoppelt wurde.

Kontakt zum Autor

Alexander Böck-Funk

LANDWIRT Redaktion

Ist aufgewachsen auf dem elterlichen Betrieb im oberösterreichischen Wallern und wurde immer schon als Nachfolger gehandelt. Dementsprechend verfolgt ihn die Landwirtschaft seit jeher auf Schritt und Tritt. Er studierte Agrar- und Nutzpflanzenwissenschaften an der Universität für Bodenkultur. Während dieser Zeit übernahm er den Betrieb in Wallern und führt diesen vieh- und pfluglos im Nebenerwerb. Seit 2015 schreibt er im LANDWIRT für die Bereiche Ackerbau und Energie.

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