MarktHolzpreiseSägerundholzmarkt: Aufschwung der Bauwirtschaft bleibt aus

Sägerundholzmarkt: Aufschwung der Bauwirtschaft bleibt aus

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Lärche wird weiterhin zu guten Preisen nachgefragt.
Quelle: Jäger

Auf Basis eines Waffenstillstands im Iran-Krieg rechneten Wirtschaftsexperten aufgrund sinkender Energiepreise mit einer Belebung der Industrie- und Exportwirtschaft. Für die Bauwirtschaft prognostizierten sie hingegen kaum Wachstumsimpulse. Nach der Aufkündigung des Waffenstillstands lassen sich die wirtschaftlichen Folgen deutlich schwerer abschätzen, die weitere Entwicklung bleibt offen.

Nachfrage nach Nadelsägerundholz ist gedämpft

Der weiterhin ausbleibende Aufschwung in der Bauwirtschaft belastet den Absatz von Schnittholz und dämpft damit auch die Nachfrage nach Nadelsägerundholz. Regional zeigt sich jedoch ein sehr unterschiedliches Bild: Die Bevorratung reicht von gut gefüllten Lagern über aufnahmefähige bis hin zu sehr lagerarmen Sägestandorten. In Oberösterreich sind derzeit alle Sägewerke sehr aufnahmefähig. In der Steiermark werden Lieferungen aus den Schadgebieten hingegen weiterhin kontingentiert. In Niederösterreich lässt sich mittlerweile auch Kiefer wieder vermarkten, allerdings sollte sie aufgrund der Verblauungsgefahr rasch abtransportiert werden. Mit Ausnahme der Steiermark stehen ausreichend Transportkapazitäten zur Verfügung, zudem wurden die Waldlager weitgehend abgebaut. Die Preise bleiben stabil. Bei Lärche übersteigt die Nachfrage das Angebot weiterhin deutlich, entsprechend verharren die Preise auf hohem Niveau.

Nadelindustrieholz ist hingegen gut nachgefragt

Der verringerte Einschnitt der Sägeindustrie reduziert den Anfall an Sägenebenprodukten und treibt dadurch die Nachfrage nach Nadelindustrierundholz kontinuierlich nach oben. Trotz eines gewissen Lageraufbaus in den vergangenen Wochen sind die Standorte der Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie voll aufnahmefähig. Bereitgestellte Sortimente werden rasch abtransportiert und übernommen. Die Preise bleiben überwiegend stabil, in Salzburg konnte Nadelfaserholz jedoch deutlich zulegen. Buchenfaserholz wird bei stabilen Preisen und geringem Aufkommen in normalem Umfang nachgefragt.

Der Energieholzmarkt hat sich inzwischen auch in Oberösterreich entspannt und verläuft damit österreichweit saisonüblich. Einzelne Abnehmer sichern sich bereits Mengen für die kommende Heizsaison und bauen entsprechende Lagerbestände auf. Gemeinsam mit den durch gestiegene Energiekosten höheren Bereitstellungskosten führt dies regional zu leichten Preisanhebungen.

Achtung Borkenkäfer!

Die anhaltenden Hitzeperioden und das weiterhin bestehende Niederschlagsdefizit schaffen ideale Bedingungen für die Entwicklung des Borkenkäfers. Daher gilt es, befallene Bäume frühzeitig zu erkennen und möglichst rasch aus dem Wald abzutransportieren oder durch geeignete Maßnahmen für eine weitere Vermehrung unschädlich zu machen.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum Juni bis Anfang Juli 2026 und verstehen sich als Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer hinzuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: Bei der Umsatzsteuerpauschalierung beträgt der Steuersatz für alle Sortimente 13 %. Bei der Regelbesteuerung sind für Energieholz und Brennholz 13 %, für Rundholz 20 % Umsatzsteuer anzuwenden. Abweichungen und Änderungen vorbehalten.

Quelle: LKÖ

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