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Rubrik Ziege

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Tierschädel selbst präparieren

Ist ein Widder oder Ziegenbock mit schönen Hörnern tot, lässt sich aus seinem Schädel ein schönes Andenken oder ein Schmuck für Haus oder Stall machen. Hier eine einfache Anleitung dazu.

Den Schädel eines Widders oder Ziegenbocks selbst zu präparieren ist in wenigen Arbeitsschritten möglich.
Den Schädel eines Widders oder Ziegenbocks selbst zu präparieren ist in wenigen Arbeitsschritten möglich. Quelle: Paul Loibner

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Paul Loibner 2 Min. Lesezeit

  • Werkzeug: Man benötigt: Kopf, scharfes Messer, Kessel mit Wasser, Handschuhe, Hochdruckreiniger, Wasserstoffperoxid. Tipp: Wasserstoffperoxid in 30%iger Konzentration ist mittlerweile nur noch mit gültigem Jagdschein in der Apotheke erhältlich. Am besten einen Jäger darum bitten oder im Internet ein Produkt mit geringerer Konzentration bestellen.

 

  • Anheizen: Im Kessel soll so viel Wasser sein, dass das Haupt vollständig untertaucht. Wasser zum Kochen bringen. Hier wurde mit einem gusseisernen Kessel und einem großen Gaskocher gearbeitet. Man kann dazu auch andere Behältnisse und Wärmequellen verwenden.

 

  • Fell ab: Mit einem scharfen Messer wird das Fell und möglichst viel an Muskulatur vom Kopf entfernt. Dann lässt sich auch gut das Unterkiefer herauslösen, indem man es in die Gegenrichtung drückt. Wenn man möchte, kann man dieses auch auskochen. Auch die Augäpfel lassen sich mit etwas Geschick bereits vor dem Kochen entfernen. Tipp: Verwendet man dabei Handschuhe, muss man sich danach nicht so lange die Hände waschen.

 

  • Kochen: Wenn das Wasser kocht, kommt der von Fell und grob von Fleisch befreite Schädel in den Topf. Tipp: Etwas Waschpulver oder Spülmittel im Wasser löst die Fettverbindungen schneller.

 

  • Horn ab: Je älter das Tier war, desto länger muss der Schädel kochen. Dieser Waldschaf-Widder war erst zwei Jahre alt und konnte nach etwa einer Stunde und 40 Minuten aus dem Wasser genommen werden. Dann ließen sich die Hörner leicht von den Stirnzapfen lösen.

 

  • Reinigen: Ein Hochdruckreiniger hat sich bewährt, um in kurzer Zeit und mit wenig Aufwand das gekochte Gewebe vom Knochen zu entfernen. Man muss dabei alle Winkel und Ecken genau reinigen, bis der blanke Knochen übrigbleibt. Die Hornschläuche werden auch so gut es geht innen gereinigt und anschließend getrocknet.

 

  • Bleichen: Anschließend wird der noch nasse Schädel mit Wasserstoffperoxid behandelt, damit dieser strahlend weiß wird. Hier wird die Lösung mehrmals mit einer Sprühflasche auf alle Flächen und in alle Winkel aufgetragen, bis alles schön weiß ist. Auch dabei empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen, um sich vor Verätzungen zu schützen. Man kann die Lösung auch mit einem Pinsel auftragen oder den Schädel in eine mit Wasser auf 5 % reduzierte Lösung einlegen. Liegt der Schädel anschließend in der Sonne, wird er am schnellsten weiß. Sind die Hörner schön ausgetrocknet, klebt man sie am besten mit Leim (Montagekleber) wieder auf die Stirnzapfen. Um den Schädel an die Wand zu hängen, kann man eine Schnur oder einen Haken am Knochen befestigen.

 

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Kontakt zum Autor

Paul Loibner

LANDWIRT Redaktion

Studierte Agrarwissenschaften und Naturraummanagement an der BOKU Wien. Nach verschiedenen Praktika und drei Almsommern als Senner ist er seit August 2020 Redakteur der Zeitschrift „Schafe&Ziegen aktuell“. Er wohnt mit seiner Familie in Studenzen, hält dort Kleinvieh und bewirtschaftet mit seinem Vater den elterlichen Betrieb mit Ackerbau und Forst in St. Martin im Sulmtal.

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