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Rubrik Ziege

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Schafe nicht vor Wolf geschützt: Anzeige

Ein Osttiroler Bauer wurde von einem Tierschutzverein angezeigt, weil er seine vom Wolf gerissenen Schafe ungeschützt auf der Alm weiden ließ.

Der Wolf kam in Navis dem verfrühten Almabtrieb leider zuvor. Quelle: Friedrich Haubner

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Paul Loibner 1 Min. Lesezeit

Der Verein Tierschutz Austria hat einen Bauern angezeigt, weil dieser seine Schafe ungeschützt auf einer Alm weiden ließ, obwohl er angeblich wusste, dass in dem Gebiet ein Wolf unterwegs sei. Als Beweis diene dem Verein ein Interview mit dem Bauern auf Facebook, indem er erzählt, dass er bereits zwei tote Schafe auf der Alm fand, die vermutlich von einem Wolf gerissen wurden. Dann wurden wieder acht seiner 230 Schafe von einem Wolf gerissen, wie das Land bestätigte. 18 weitere Schafe wurden nie gefunden. Der Bauer trieb die restlichen Tiere ab. Zuhause im Stall entdeckte er an etlichen weiteren Tieren Bissspuren. Die Tierschützer argumentieren mit dem Tierschutzgesetz § 19, wo es heißt: „Tiere, die vorübergehend oder dauernd nicht in Unterkünften untergebracht sind, sind soweit erforderlich vor widrigen Witterungsbedingungen und soweit möglich vor Raubtieren und sonstigen Gefahren für ihr Wohlbefinden zu schützen.“ Es droht eine Geldstrafe von 7.500 Euro, im Wiederholungsfall 15.000 Euro. Der Bauer hält dem entgegen, dass er heuer mit dem Wolfsbeauftragten des Landes einen Lokalaugenschein auf seiner Alm machte. Dabei soll herausgekommen sein, dass Herdenschutzzäune auf seiner Alm nicht möglich sind.

Kontakt zum Autor

Paul Loibner

LANDWIRT Redaktion

Studierte Agrarwissenschaften und Naturraummanagement an der BOKU Wien. Nach verschiedenen Praktika und drei Almsommern als Senner ist er seit August 2020 Redakteur der Zeitschrift „Schafe&Ziegen aktuell“. Er wohnt mit seiner Familie in Studenzen, hält dort Kleinvieh und bewirtschaftet mit seinem Vater den elterlichen Betrieb mit Ackerbau und Forst in St. Martin im Sulmtal.

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