LandtechnikHoftechnikSchiebeschild Fliegl Maxi im Praxistest

Schiebeschild Fliegl Maxi im Praxistest

5 m breites Schiebeschild mit beweglichen Außenteilen.
Schiebeschild Fliegl Maxi: Die einzeln beweglichen Seitenteile haben zweifellos Vorteile.
Quelle: Paar

Die Anforderungen an ein Planier- und Räumschild können je nach Einsatz sehr unterschiedlich sein. Daher gibt es auch jede Menge verschiedener Schilder auf dem Markt. Für die vielfältigen Aufgaben in der Landwirtschaft kommen häufig Universalschilder zum Einsatz, um durch einen vermehrten Einsatz Kosten zu sparen. Das war auch der Grundgedanke bei der Entwicklung des Schiebeschildes Maxi. Fliegl bietet es als Multitalent für Schnee, Silage, Mist, Hackschnitzel und andere Materialien an. Zudem kann man damit auch große Industrieflächen, Parkplätze und Straßen räumen.

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Das Maxi-Schild gibt es in vier Arbeitsbreiten: 3, 4, 5 oder 6 m. Die kleinste Variante ist starr, alle anderen Ausführungen haben klappbare Seitenteile. Für unseren Praxistest hat uns
Fliegl ein 5 m breites Schild zur Verfügung gestellt.

Das Schiebeschild Fliegl Maxi ist ohne Aufsatzgitter nur 1,10 m hoch.
Beim Mais schieben sollte man auf die optional erhältlichen Aufsatzgitter nicht verzichten.
Quelle: Paar

Schiebeschild robust und vielseitig

Das Schiebeschild wiegt 480 kg und macht einen robusten Eindruck. Es lässt sich problemlos an den Traktor-Dreipunkt anbauen. Zwei verschiedene Unterlenker-Anbauhöhen erleichtern den Anbau an  diverse Trägerfahrzeuge. Unsere Testfahrer haben das Maxi-Schild an einen John Deere 8360R sowie an einen Claas Xerion 3800 angebaut. Zudem ist auch eine EuroAufnahme für diverse Lader vorgesehen.

Die drei größeren Varianten bestehen aus einem starren Mittelteil und zwei beweglichen Außenteilen. Die beiden Außenflügel lassen sich mit jeweils einem doppelt wirkenden Steuergerät hydraulisch verstellen: 115° nach vorne und 30° nach hinten. Dank dieser verstellbaren Flügel lässt sich die Räumbreite von der maximalen Breite auf den rund 2,5 m breiten Mittelteil stufenlos variieren. Bei Bedarf gibt es optional auch einen hydraulischen Schwenkbock. Damit lässt sich das gesamte Schild um jeweils 30° nach rechts und links um die Mittelachse schwenken. Serienmäßig ist das Schild etwa 1,10 m hoch. Optional gibt es 50 cm hohe Aufsatzgitter. Weiters stehen für den Straßentransport oder den Kommunaleinsatz Warntafeln und Warnflaggen mit gesetzeskonformer Beleuchtung zur Verfügung.
Wie bei allen Schiebern kommt der unteren Verschleißleiste eine zentrale Bedeutung zu. Sie besteht aus Hartgummi mit eingegossenen Stahlseilen und ist mit dem Schildrahmen verschraubt.

Zum Schieben gut geeignet

Schiebeschild Fliegl Maxi mit austauschbarer Gummi-Schürfleiste.
Feste Untergründe wie z.B. Beton- oder Asphaltflächen lassen sich mit der flexiblen Gummilippe gut säubern.
Quelle: Paar

Wir haben das Fliegl-Schild vorrangig zum Mais schieben auf dem Fahrsilo und zum Reinigen der Vorplätze verwendet. Feste Untergründe wie z.B. Beton- oder Asphaltflächen lassen sich mit der flexiblen Gummilippe gut säubern. Da bleibt nichts liegen, unsere Testfahrer waren begeistert.
Beim Mais schieben auf dem Fahrsilo war die Begeisterung nicht so groß. Bei großen Mengen gibt die Kante nach und lässt das Material unten durch. Den einen Testfahrer hat es gestört, den anderen nicht.

„Grundsätzlich kann man das Maxi-Schild auch auf dem Silo gut einsetzen. Aber die Hardox-Verschleißkante bei unserem alten Autobahn-Schneepflug gefällt mir zum Mais schieben besser. Diese verbeißt sich regelrecht im Haufen und gibt nicht nach“, so die etwas zwiespältige Ansicht eines Testfahrers. „Praktisch hingegen sind die verstellbaren Seitenflügel. Wenn man sie leicht nach vorne anwinkelt, rieselt weniger zur Seite weg. Es entstehen seitlich keine so großen Dämme wie bei einem geraden Schild.“

Übereinstimmung gab es bei der Beurteilung der Aufsatzgitter. Sie sind beim Mais schieben unbedingt notwendig, da sonst viel Material oben über die Schildkante fällt.
Vor allem bei etwas trockenerem Mais besteht die Gefahr, dass leichte Lieschenteile vom Kühlergrill angesaugt werden. Hat man keinen Umkehrlüfter, muss der Kühlergrill häufig gereinigt werden.

Schiebeschild Fliegl Maxi in Transportstellung.
Die hydraulisch schwenkbaren Flügel ermöglichen eine stufenlose Veränderung der Arbeitsbreite und eine schmale Transportbreite.
Quelle: Paar

Resümee zu Schiebeschild

Die einzeln beweglichen Seitenteile haben zweifellos Vorteile. Beim Mais schieben sind diese aber gering. Wer häufig auf öffentlichen Straßen unterwegs ist, wird die schmale Transportbreite schätzen. Auch das Schieben auf Parkplätzen, Industrieflächen und verschieden breiten Straßen wird dadurch vereinfacht. Im Vergleich zu einem konventionellen Schneepflug muss man festhalten, dass das MaxiSchild kein geschwungenes, sondern ein gerades Schild hat. Dadurch beginnt das Material – egal ob Schnee oder Silage – nicht zu rollen. Subjektiv beurteilt lässt sich das Material mit dem Fliegl Maxi-Schild etwas schwerer schieben als mit einem gewölbten Schneepflug. Die Hartgummi-Verschleißkante ist nicht für alle Untergründe gleich gut geeignet. Das MaxiUniversalschild ist eben kein Spezialist, sondern ein Multitalent für jede Art von „Schiebung“.
Das von uns getestete 5 m breite Schiebeschild steht in der Standardausführung mit einem Kaufpreis von 11.988 Euro inkl. 20 % MwSt. auf der Internetseite des Herstellers. Die Aufsatzgitter schlagen sich nochmals mit 1.472 Euro zu Buche.

Weitere Bauarten sowie Preisauskünfte von Fliegl Schiebeschildern finden Sie im Fliegel Agro-Center.

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