Derzeit herrschen in Europa sehr unterschiedliche Preisentwicklungen auf den Rindfleischmärkten. Die Spanne reicht von steigenden über stabile bis hin zu sinkenden Preisen. In Deutschland herrscht, wie schon in den vergangenen Wochen, ein durchwegs ausgeglichener Markt. Der Handel mit Jungstieren läuft stetig. Das durchschnittliche Angebot lässt sich mehrheitlich ohne Probleme absetzen. Teilweise herrschen leichte Überhänge, die aber trotzdem am Markt platziert werden können. Die Preise notieren stabil. Im Bereich der Schlachtkühe wird aus einigen Regionen von kleinen Stückzahlen berichtet. Gleichzeitig fällt die Nachfrage ruhig aus. Dabei wird von stockenden Fleischgeschäften aufgrund der zuletzt hohen Schlachtmengen berichtet.
Jungstiere notieren postitv
In Österreich ist das Angebot im Jungstierbereich durchschnittlich, bei einer guten Nachfrage, vor allem im Inland seitens des Lebensmitteleinzel- und Großhandels. Gleichzeitig führt die Sortimentsumstellung zu einer stärkeren Nachfrage nach Braten-, Koch- und Gulaschfleisch. Der Export ist nach wie vor differenziert zu sehen, da insbesondere in Polen die Preise aufgrund eines höheren Angebots zurückgenommen wurden. Dennoch notieren die Jungstierpreise in Österreich nach oben.
Schlachtkühe gesucht
Bei den Kuhschlachtungen war angebotsseitig in der letzten Woche ein wesentlicher Rückgang gegenüber den Höchstmengen der vergangenen Wochen zu verzeichnen. Das Angebot ging vor allem in Oberösterreich und Niederösterreich zurück, während die Mehrmengen im Westen noch überschaubar waren. Die Schlachthöfe drängen gleichzeitig auf eine Auslastung. Somit standen die Zeichen positiv für steigende Notierungspreise bei Schlachtkühen. Schlachtkälber notieren gleich zur Vorwoche.
Preiserwartungen für Woche 36/2026 (31.08. – 06.09.2026)
- Jungstier HK R2/3 ausgesetzt
- Kalbin HK R3 € 5,83
- Kuh HK R2/3 ausgesetzt
- Schlachtkälber HK R2/3 € 8,55
Quelle: ARGE Rind eGen

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