In der Europäischen Union ist der mittlere Preis für Jungstiere in der Woche zum 5. Juli weiter gesunken. Die mittlere Notierung für Schlachtkühe drehte ins Minus, während Schlachtfärsen im Durchschnitt etwas mehr kosteten als zuvor. Belastet wurde der Schlachtrindermarkt laut Marktanalysten weiter von der schwachen Nachfrage.
Ernüchternde Lage bei Jungstieren
Konkret waren für Jungstiere der Handelsklasse R3 laut Angaben der EU-Kommission in der Berichtswoche im Mittel 647,24 Euro pro 100 Kilogramm Schlachtgewicht (SG) zu bezahlen; das waren 1,3% weniger als in der Vorwoche. Gedrückt wurde der Durchschnittspreis von einem Abschlag von 11,1% in den Niederlanden. In Polen ließ die Notierung um 2,3% nach, in Österreich um 2,2%. In Deutschland verringerte sich der Preis um 1,8% auf 635,37 Euro/100 kg SG. Von den großen Erzeugerländern meldete nur Irland einen Anstieg der Notierung, und zwar um 1,7%. Den mit 6,0% EU-weit größten Aufschlag gab es in Bulgarien.
Der Durchschnittspreis für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 sank laut den Kommissionsangaben um 0,5% auf 587,81 Euro/100 kg SG. Die Spanne der Preisveränderungen in den einzelnen Ländern reichte von minus 17,7% in Kroatien bis plus 14,3% in Slowenien. In Irland stieg die Notierung um 2,7%, während sie in Österreich um 2,2% und in Polen um 1,9% fiel. In Deutschland blieb der Preis mit 600,62 Euro/100 kg SG etwa 1,6% unter dem Vorwochenwert. Die Niederlande verzeichneten einen Abschlag von 1,3%.
Kalbinnen bleiben gefragt
Schlachtkalbinnen der Handelsklasse R3 erlösten der Kommission zufolge im Durchschnitt 687,14 Euro/100 kg SG und damit 0,3% mehr als zuvor. Den mit 5,8% kräftigsten Preisnachlass mussten die Landwirte in den Niederlanden hinnehmen – nachdem der Preis dort in der Vorwoche noch um 38,0% gestiegen war. In Dänemark reduzierte sich die Notierung jetzt um 2,2%, in Spanien um 1,5% und in Polen um 1,4%. Deutschland registrierte einen Rückgang um 1,1% auf 642,73 Euro/100 kg SG. Von den großen Erzeugern konnte abermals nur Irland einen Preisaufschlag melden, und zwar von 1,1%. Auch der EU-weit größte Preisanstieg fiel mit 1,9% vergleichsweise klein aus. Erreicht wurde er in Kroatien.
Quelle: AgE

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