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Schneckenverteiler für Gülle selbst gebaut

Selbstgebauter Schneckenverteiler für Gülle.
Breit, aber dennoch bodennah bringt der Schneckenverteiler von Stefan Burger die Gülle aus.
Quelle: Numßen

Bei der herkömmlichen Technik für die bodennahe Gülleausbringung störten Stefan Burger die „Güllewürste“, die bei dicker Gülle oder trockener Witterung entstehen und mit dem Bestand mitwachsen können. „Daher haben mich der Schleppschlauch oder der Schleppschuh bisher nicht überzeugt“, erzählt der Junglandwirt aus Kronburg im Allgäu, wo er auf dem Milchviehbetrieb seiner Eltern mitarbeitet.

Weil er im Hauptberuf Zerspanungsmechaniker und somit technisch versiert ist, machte er sich an den Eigenbau eines bodennah ausbringenden Breitverteilers mit zwölf Meter Arbeitsbreite. Dieser wird nach seinigen Optimierungen den bisher am Betrieb verwendeten Schwenkverteiler ablösen.

Bodennahe Gülleausbringung mit selbstgebauten Schneckenverteiler.
Auf den beiden Auslegern sitzt je ein ExaCut-Verteiler von Vogelsang mit je 24 Auslässen, die die Gülle in das Schneckenrohr leiten.
Quelle: Numßen

Schnecken als Herzstück

„Die Konstruktion bzw. Planung fand im Kopf statt“, erzählt Burger. Skizzen oder eine Software verwendete er dafür nicht. Sein „bodennaher Breitverteiler“ besteht im Wesentlichen aus zwei Rohr-Auslegern, in denen eine Schnecke läuft. Aber beginnen wir weiter vorne: Aufgebaut ist der Verteiler auf ein 8 m³ großes Einachs-Fass von Fuchs, das meist von einem 95 PS starken John Deere 6090 MC gezogen wird. Vom Heck des Güllefasses führt ein Schlauch in ein T-Stück aus verzinktem Stahlrohr. Dieses teilt den Güllestrom auf zwei (neu zugekaufte) ExaCut-Verteiler von Vogelsang auf. Von den jeweils 24 Ausgängen der beiden Verteiler führen also 48 Schläuche von oben in die beiden Querrohre aus verzinktem Stahl, die 160 mm Durchmesser aufweisen. „Es würden auch weniger reichen, aber ich habe eben alle Ausgänge der ExaCut-Verteiler mit den Querrohren verbunden.

Auch die Querrohre selbst müssen nicht unbedingt 160 mm groß sein“, erklärt Stefan Burger. In den Rohren läuft eine ebenfalls verzinkte Stahlschnecke, die die Gülle verteilt. An der Unterseite sind die Ausleger über die ganze Breite mit einem ca. 2 cm breiten Schlitz versehen, aus dem die Gülle aus rund 20 cm Höhe auf den Boden tropft.
Die Schnecken sind beidseitig von außen mittels Ölmotor angetrieben. Die Drehzahl ist somit per Drossel vor den Ölmotoren regulierbar. Außerdem können sich die Schnecken natürlich in beide Richtungen drehen.

Gleitteller für Bodenführung

Die beiden je sechs Meter breiten Rohr-Ausleger werden über Tasträder in der Höhe geführt. Sie sind so angelenkt, dass sie sich dennoch dem Gelände anpassen können. Der Mittelteil des

Was der Artikel noch bereithält:

  • Verteilgenauigkeit
  • Verbesserungspotenziale
  • Kosten

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