Kitzfleisch lässt sich in allen möglichen Variationen zu einem köstlich leichten Mittagessen oder einer gesunden Jause verarbeiten. Hier einige praktische Gerichte mit kurzer Zubereitungszeit für die arbeitsintensiven Sommermonate. Mehr zum Thema Kitzfleisch in der Küche
Kitz-Gemüsekraftsüppchen
- Ein rund 24 Stunden im Kühlschrank aufgetautes Stück vom Hals oder den Rippen in einem passenden Topf mit Deckel kurz und scharf beidseitig in Öl anbraten, sodass Bratengeruch bemerkbar wird.
- Dann klein gehackte Zwiebeln, Karotten, ein Lorbeerblatt und Kartoffeln mit etwas Salz und Pfeffer dazugeben und mit einer klaren, in heißem Wasser angerührten Bio-Suppenpulverbrühe mit einem kräftigen Schuss Apfelessig gut bedeckt auf kleiner Flamme eineinhalb Stunden köcheln lassen.
- Zehn Minuten vor Fertigwerden noch mit etwas Paprika, Tomatenmark und Senf abschmecken und kurz einmal aufkochen und danach 15 Minuten ziehen lassen und mit Brotwürfeln, die vorher in etwas Butter angeröstet wurden, servieren.
- Nach Jahreszeit und Geschmack kann man alle möglichen Gemüsesorten wie Chinakohl, Kürbis, Weißkraut oder Paprika dazu reichen.
Steirischer Kitzfleischsalat
- Wenn man genügend Keulen oder Schultern besitzt, so kann man diese natürlich auch in der Suppe kochen.
- Es empfiehlt sich, das gesottene Fleisch, wenn es sich schon gut vom Knochen lösen lässt, herauszunehmen und fein geschnitten wieder in die Suppe zurückzugeben.
- Dann die Suppe mit Senf und Tomatenmark abschmecken und nochmals kurz aufwallen lassen.
- Man kann auch das gekochte Suppenfleisch nach dem Kochvorgang herausnehmen, ausbeinen und kalt stellen.
- Die Fleischsuppe mit Nudeln, Spätzle, Semmelwürfel oder Haferflocken als Einlage gesondert essen und das im Kühlschrank erkaltete Fleisch am Abend mit in Ringen geschnittenen Zwiebeln, (Kürbiskern-)Öl, Essig, Salz, Pfeffer und einem frischen Stück selbstgebackenem Brot genießen. Mehr zur Vermarktung von heimischem Kitzfleisch
Faschierte Kitz-Karotten-Laibchen
Zutaten
500 Gramm Ziegenkastraten- oder Kitzfaschiertes, 24 Stunden vorher im Kühlschrank aufgetaut • 1 große Zwiebel 3 große Karotten (ca. 400 g) • 3 geschälte Knoblauchzehen 2 Bio-Eier • 1 Teelöffel Salz • 1 Teelöffel Paprikapulver, edelsüß ½ Teelöffel Suppenpulver • Pfeffer nach Geschmack 1 Prise Chillipulver • 10 Esslöffel Semmelbröseln 2 Esslöffel Dinkelmehl
- Zwiebeln und Knoblauch in Öl glasig anschwitzen, danach die fein geriebenen Karotten mit drübergestreutem Suppenpulver weich dünsten.
- 500 g Faschiertes mit Salz, Pfeffer, Paprika, 2 Eiern, Semmelbröseln und, wenn vorhanden, mit Dinkelvollkornmehl gut mit den weich gedünsteten Zwiebeln, Knoblauch und Karotten vermengen und vorsichtig handtellergroße Laibchen aus der Masse formen.
- Diese in heißem Öl beidseitig knusprig braun in einer Pfanne braten und vor dem Herausnehmen noch zehn Minuten mit dem Deckel darauf ziehen lassen.
- Schmeckt sehr gut mit Kartoffel- oder grünem Salat als Beilage.
Saftiges Kitz aus dem Römertopf
- Keule oder Schulter aus der Tiefkühltruhe nehmen, mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und kleingehacktem Knoblauch gut einreiben und in einem Gefriersack im Kühlschrank 24 Stunden lang marinieren und auftauen lassen.
- Danach mit der Marinade in die Kasserolle legen und rundum drei große, geschälte und klein geschnittene Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Zwiebeln und in schmale Streifen geschnittenes Weißkraut, vermischt mit etwas Suppenpulver, dazugeben.
- Alles mit Oregano oder Kräutern der Provence bestreuen und mit etwas Olivenöl überträufeln.
- Im Rohr auf der mittleren Schiene bei 160 °C rund zwei Stunden braten.
- Zur Halbzeit ein Stück Butter auf das Fleisch legen und einen Schuss Essig zum Ablöschen dazugeben.
- Vor dem Servieren noch 15 Minuten in der Kasserolle nachziehen lassen.
- Beim Anrichten am Teller das vom Knochen abgelöste Fleisch mit dem Gemüse umgeben und mit würfelig geschnittenen Frischkäsestückchen garnieren.
- Dazu passen Semmelknödel.
TIPP: Alle Kalb- und Lammfleischgerichte sind auch mit feinfaserigem, fettarmem und überaus delikatem Kitzfleisch möglich. Den Küchenfeefantasien sind hier absolut keine Geschmacksgrenzen gesetzt!
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