Stromausfälle sind längst kein theoretisches Risiko mehr. Extreme Wetterereignisse, instabile Netze und steigende Anforderungen an die Energieversorgung machen eine zuverlässige Notstromlösung für viele landwirtschaftliche Betriebe unverzichtbar. Melkroboter, Lüftungsanlagen, Fütterungstechnik oder Kühlhäuser – ohne Strom steht der Betrieb innerhalb weniger Minuten still. Zapfwellenaggregate gelten dabei als bewährte und vergleichsweise kosteneffiziente Lösung, da sie die vorhandene Traktorleistung nutzen.
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Doch Zapfwellenaggregat ist nicht gleich Zapfwellenaggregat. Unterschiede gibt es bei Bauqualität, Bedienkomfort und nicht zuletzt beim Preis. Wir haben sechs gängige Zapfwellenaggregate im Leistungsbereich zwischen 36 und 45 kVA einem praxisnahen Vergleichstest unterzogen – natürlich bieten alle der teilnehmenden Hersteller auch Geräte mit einer höheren oder niedrigeren Leistung an. Ziel unseres Tests war es, herauszufinden, ob es deutliche Unterschiede unter den verschiedenen Fabrikaten gibt.
Vergleichstest: Sechs Zapfwellen-Stromerzeuger
Die Testkandidaten
Im Test standen die Zapfwellenaggregate von diesen sechs auf dem österreichischen Markt gängigen Fabrikaten:
- Daru UT 45L (45 kVA)
- Elmag SEZN 45WD-AVR-IT/TN (40,5 kVA)
- Hartner ZG 420/3 TR (42 kVA)
- Konzeptwerke EY-42TCS-AVR (42 kVA)
- Moll-Motor ZGN-32/36-IP45 (36 kVA)
- Schneeberger NSGL 42 (45 kVA)
In Deutschland sind sie zum Teil unter anderen Markennamen erhältlich. Übrigens führten wir bereits vor fast 20 Jahren einen Vergleichstest von sechs Zapfwellen-Stromerzeugern durch (LANDWIRT 18 und 19/2007). Damals waren dieselben Hersteller wie bei diesem aktuellen Test vertreten, nur die Fa. Konzeptwerke trat an die Stelle eines anderen Herstellers.
Alle nun getesteten Aggregate haben wir mit handelsüblichen Traktoren im passenden Leistungsbereich betrieben. Getestet haben wir sie sowohl im stationären Betrieb am Prüfstand als auch unter wechselnder Last, wie sie im Alltag typischerweise vorkommt.
Was dieser Artikel noch bereithält:
- Die Testkriterien
- Spannungsqualität: Entscheidend für moderne Technik
- Leistung und Startverhalten: Wenn es ernst wird
- Welche Traktorleistung wird benötigt?
- Bedienung und Sicherheit: Auch im Stress entscheidend
- Wartung und Service: Ein oft unterschätzter Faktor
- Die Geräte im Überblick
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