Das Projektteam des Interreg-Projekts „Biodiversität im Grünland“ lädt an fünf Tagen zu einem gemeinsamen Austausch rund um Herausforderungen und Chancen eines zukunftsfähigen Grünlandmanagements zu diskutieren. Praxis und Forschung gehen in den gemeinsamen Dialog. Das Grünland ist nicht nur Futtergrundlage, sondern auch ein bedeutender Lebensraum für Biodiversität. Wie dennoch eine wirtschaftliche Bearbeitung möglich ist, soll das Interreg-Projekt zeigen. Die fünf Termine können auch einzeln besucht werden.
Programmüberblick
Am 7. Mai 2026 findet im Staatsgut Kringell in Bayern der erste Vortrag mit sechs Experten statt. Dabei stehen Themen wir Extensives Grünland mit Fokus auf Tierernährung und -gesundheit, Insektenvielfalt auf Wiesen, Weiden und Streuobstwiesen, Geld verdienen mit Naturschutz sowie Praxisberichte am Programm.
Am 19. Mai 2026 laden zwei Betriebe mit unterschiedlichen Ansätzen beim Grünlandmanagement ein. Georg Angerer ist Bio-Landwirt mit Milchkuhhaltung und setzt als Low-input-Betrieb auf abgestufte Grünlandnutzung, hohe Artenvielfalt sowie ein Doppelmessermähwerk. Am Nachmittag wird Franz Dankesreiter auf seinem Bio-Heumilchbetrieb mit Heutrocknung und Direktvermarktung der Milch besucht.
Am 18. Juli 2026 soll ein altes Handwerk wiederbelebt werden. Bei einem Sensenkurs lernen Teilnehmende wie man dengelt, wetzt und mit der Sense richtig mäht. Georg Zellner leitet den Kurs und zeigt, wie sich Obst- und Blumenwiesen schonend mähen und pflegen lassen, dabei wird Naturschutz mit körperlicher Bewegung verbunden. Vorkenntnisse oder eine eigene Sense sind nicht notwendig. Es können aber mitgebrachte Sensen beurteilt werden. Auch Kinder ab 12 Jahren können teilnehmen.
Beim nächsten Termin am 20. Oktober 2026 folgt ein intensiver Workshop rund um das Thema wie effizient das Grünland wirklich ist. Welche Kenntnisse sich aus den Daten ableiten lassen, gemeinsame Strategien um das Grünland wirtschaftlich, ertrag- und artenreich zu bewirtschaften stehen dabei im Fokus.
Den Abschluss stellt ein gemeinsamer Besuch nach Österreich am 17. November 2026 dar. Dabei geht es darum wie die Betriebe ihren Grünlandaufwuchs veredeln. Besucht werden Lomo alto, dort wird aus alten Kühen Fleisch und Wurstware produziert, der Loisnhof auf dem Käse und Joghurt aus Heumilch hergestellt werden und zuletzt der Biohof Stadler der Bio-Eis aus Kuh- und Ziegenmilch macht.
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