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Rubrik Rind

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Shamonda-like Virus erstmals in Österreich nachgewiesen

Das Shamonda-Virus wurde in zwei Rinderbetrieben in Vorarlberg und Oberösterreich nachgewiesen. Betroffene Tiere zeigten unter anderem Fieber, Atemwegssymptome, Lahmheit und Durchfall.

Bei trächtigen Tieren kann eine Infektion der ungeborenen Nachkommen zu Aborten führen. Quelle: Archiv

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Stephanie Auinger 1 Min. Lesezeit

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Das Shamonda-like Virus (SHAV) wurde nach Angaben der Landwirtschaftskammer aktuell in zwei Rinderbetrieben in Vorarlberg und Oberösterreich nachgewiesen. Die betroffenen Tiere zeigten Fieber, respiratorische Symptome, Lahmheit und Durchfall. Die Krankheit ist in Österreich nicht meldepflichtig und unterliegt keinen behördlichen Bekämpfungsmaßnahmen. Bedeutung hat sie allerdings auch als Differentialdiagnose zu meldepflichtigen, durch Vektoren übertragenen Krankheiten wie der Blauzungenkrankheit.

Übertragung vor allem durch Gnitzen

Das Shamonda Virus wurde erstmals in den 1960er-Jahren in Nigeria nachgewiesen und trat später auch in anderen Teilen Afrikas sowie in Japan auf. Grundsätzlich können sich Haus- und Wildwiederkäuer infizieren, wobei Rinder als wichtige Wirte gelten. Der Erreger ist eng mit dem Schmallenberg-Virus verwandt, das 2011 erstmals in Europa auftrat. Wie andere Orthobunyaviren wird das Shamonda-like-Virus vorwiegend durch Gnitzen übertragen. Eine relevante direkte Übertragung von Tier zu Tier ist bisher nicht dokumentiert. Möglich ist jedoch die Übertragung von infizierten Muttertieren auf ungeborene Nachkommen. Für die menschliche Gesundheit stellt das Virus nach aktuellem Wissensstand keine Gefahr dar.

Risiken für trächtige Rinder

Bei erkrankten Rindern in Deutschland wurden milde Krankheitsverläufe mit Fieber, Fressunlust, Milchleistungsrückgang und Durchfall beobachtet. Besondere Bedeutung hat eine Infektion bei trächtigen Tieren, die zuvor noch keinen Kontakt mit dem Erreger hatten. Dabei können sich ungeborene Kälber infizieren. In den ersten Trächtigkeitsmonaten sind Aborte möglich. In späteren Phasen der Trächtigkeit können schwere Schädigungen des Skeletts und des Nervensystems auftreten. Vergleichbare Folgen sind auch von Infektionen mit dem Schmallenberg-Virus bekannt.

Ein Nachweisverfahren für das Shamonda-like-Virus soll etabliert werden. Eine Impfung ist derzeit nicht verfügbar.

Mehr über die Erkrankung lesen Sie auf der Homepage der Ages. 

Kontakt zum Autor

Stephanie Auinger

LANDWIRT Redaktion

Aufgewachsen auf einem Milchviehbetrieb im Innviertel, war sie schon als Kind gerne bei den Kühen. Während ihrer Schul- und Studienzeit nutzte sie die Sommermonate, um auf Milchviehbetrieben in verschiedenen europäischen Ländern und in Kanada zu arbeiten. Ihr Auslandssemester absolvierte sie ebenfalls in Kanada. Nach dem Studium der Nutztierwissenschaften blieb sie den Kühen treu und schreibt seit 2008 für die LANDWIRT Rinderredaktion.

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