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Silohirse als Zweitfrucht

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Quelle: Neubauer

Eine Staubwolke zieht hinter der Kreiselegge von Johannes Neubauer her, als der Südsteirer das Feld für die Aussaat seiner Silohirse vorbereitet. Doch wir haben nicht Mitte April, sondern den 25. Juni. Vor wenigen Tagen stand hier noch Triticale. Der 35-Jährige erklärt: „Seit etwa zehn Jahren nutzen wir Silohirse und Triticale-Ganzpflanzensilage für unsere Biogasanlage. Mit diesen zwei Früchten sind wir weniger abhängig vom Silomaisangebot und können noch dazu die Fruchtfolge entlasten.“ Mittlerweile gibt es neben Neubauer in der Südsteiermark auch weitere Biogasanlagenbetreiber, die zu Silomais auf die Kombination aus Getreide-GPS und Silohirse setzen. Der Landwirt stoppt seinen Traktor, steigt ab und kontrolliert die Krümelung der Kreiselegge: „Zunächst haben wir Silohirse nur als Begrünung angebaut. Doch nachdem die Erträge auch als Zweitfrucht gut waren, haben wir diese siliert. Mittlerweile bauen wir fast 40 Hektar Silohirse an.“ Die Ganzpflanzensilage (GPS) aus Triticale kam erst später dazu: „Wir hatten Raps als Hauptfrucht vor der Silohirse probiert. Leider waren die Erträge der Hirse durch die späte Rapsernte und den damit verzögerten Anbau nicht zufriedenstellend.“
Auch der Versuch, die Silohirse nach Gerste anzubauen, scheiterte bei Neubauer: „Damit habe ich leider keine guten Erfahrungen gemacht. Bei Gerste ist das Ausfallgetreide das große Problem. Hier müsste man vor der Hirse pflügen. Leider habe ich da dann nie ein gutes Saatbeet hinbekommen“, so der Südsteirer. „Die Fruchtfolge funktioniert mit Triticale deutlich besser.“

 

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