In einem vierjährigen Feldversuch hat die Universität Bayreuth die ökologische Eignung von Silphie und Silomais verglichen. Das Ergebnis: Ab dem zweiten Standjahr lieferte die Silphie höhere Biomasseerträge als Mais. Besonders auffällig ist die Fähigkeit der Silphie, Stickstoff effizient aufzunehmen. Dadurch sinkt die Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser drastisch. Im dritten und vierten Versuchsjahr lag die Nitratauswaschung unter Silphie um bis zu 99 % niedriger als unter Mais, berichtete Studienautorin Anna Hollweg, Masterandin an der Universität Bayreuth.
Vorteile bei Trockenstress
Auch bei Trockenheit zeigte sich die Silphie stabiler als Mais. Während Mais unter Wassermangel deutlich weniger Biomasse bildete, waren die Einbußen bei Silphie geringer. Professorin Johanna Pausch, Agrarökologin in Bayreuth, erklärte dies mit dem tief reichenden Wurzelsystem, das Wasser und Nährstoffe auch aus tieferen Bodenschichten erschließt. Zudem fördere es Bodenmikroorganismen und damit langfristig die Bodenqualität. Die Forscherinnen sehen in der Silphie eine verlässliche Bioenergiepflanze für die Zukunft – vor allem unter den Bedingungen des Klimawandels. In der Etablierungsphase empfehlen sie Mischungen aus Mais und Silphie, um die Vorteile beider Kulturen zu kombinieren.

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