In Österreich werden jedes Jahr rund zehn Millionen Euro für Feuerwerkskörper ausgegeben. Dem stehen erhebliche Schäden für Umwelt, Gesundheit und Tierwohl gegenüber. Feuerwerke führen zu einem kurzfristig extremen Anstieg der Luftverschmutzung. Der dabei entstehende Feinstaub entspricht etwa zehn Prozent der jährlichen Verkehrsemissionen. Zusätzlich gelangen Schwermetalle wie Barium oder Strontium in die Luft, die Böden und Gewässer belasten und insbesondere für Menschen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein Gesundheitsrisiko darstellen.
Besonders betroffen sind landwirtschaftliche Flächen. Wiesen und Weiden werden nach Silvester häufig von Feuerwerksresten übersät. Für Nutz- und Wildtiere bedeutet das eine doppelte Belastung: Einerseits verursacht der Lärm mit bis zu 170 Dezibel Angst, Stress und Panik, andererseits stellen scharfkantige Rückstände eine akute Verletzungs- und Todesgefahr dar, wenn sie von Tieren aufgenommen werden.
Folgen tragen die Bauern
Während Feuerwerkskörper und Getränke zum Feiern mitgenommen werden, bleibt der Abfall oft zurück und muss später von den Landwirten entsorgt werden. Der Anspruch auf Tierwohl und Umweltschutz werde ausgerechnet zu Silvester vielfach ignoriert. Der Bauernbund spricht sich daher klar für einen Verzicht auf private Silvesterfeuerwerke aus und appelliert an die Gesellschaft, Verantwortung für Umwelt und Tiere zu übernehmen.
Alternativen zum Silvesterfeuerwerk
- Feuerschale, Lagerfeuer oder Schwedenfeuer sorgen für Wärme und ein festliches Gefühl. Wenn es etwas spannender sein soll: Feuerfarben färben das Feuer bunt. Erhältlich im Baumarkt oder online.
- Kerzen im Kreis oder in Form der Jahreszahl aufstellen
- Wunderkerzen anzünden
- Gemeinsame Lichtinstallationen oder Lasershows ohne Lärm und Schadstoffe
- Fackel- oder Lichterspaziergänge
- Countdown-Feiern mit Musik und Beleuchtung statt Knallkörpern
- Spendenaktionen zum Jahreswechsel für Tier- oder Umweltschutzprojekte

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