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Rubrik Technik

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Nur mit Abo: Sind gebrauchte Traktoren zu hoch bewertet?

Mehr als zehn Jahre gebrauchte Traktoren mit mehreren tausend Betriebsstunden kosten teilweise fast so viel wie einst neu. Warum das so ist und ob eine Art „Eurotax für Traktoren“ helfen könnte, erklärt Rudolf Dietrich vom Club Landtechnik Austria.

Rudolf Dietrich beobachtet und analysiert als Obmann des Club Landtechnik Austria seit vielen Jahren den heimischen Traktorenmarkt.
Rudolf Dietrich, Obmann des Club Landtechnik Austria, gilt als profunder Kenner des österreichischen Landtechnikmarktes. Quelle: Dietrich

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Johannes Paar 2 Min. Lesezeit

LANDWIRT: Herr Dietrich, warum sind gebrauchte Traktoren so teuer?

Rudolf DIETRICH: Das Problem beginnt bei der Preisfindung. Heute schaut praktisch jeder ins Internet: Was kosten vergleichbare Maschinen? Daran orientieren sich Verkäufer, Händler und Landwirte beim Eintausch. So schaukelt sich das Preisniveau teilweise hoch. Eine konsequente Bewertung nach Neupreis, Alter, Betriebsstunden und Zustand findet zu selten statt.

Sind Inseratpreise also nicht mit dem Marktwert gleichzusetzen?

Nein. Ein Inserat zeigt den gewünschten, nicht den tatsächlich bezahlten Preis. Zudem möchte jeder beim Eintausch möglichst viel bekommen. Kauft der Händler teuer ein, muss er entsprechend viel verlangen. Österreichische Gebrauchttraktoren sind dadurch teilweise international kaum verkäuflich.

Beim Auto gibt es mit Eurotax einen anerkannten Bewertungsmaßstab. Warum nicht bei Traktoren?

Früher gab es ihn. In den 1980er-Jahren wurden auch Traktoren und Mähdrescher bewertet. Das System scheiterte unter anderem an zu wenigen Rückmeldungen aus dem Handel. Heute wären die Voraussetzungen andere.

Was dieser Artikel noch bereit hält

  • Betriebsstunden und Verschleiß richtig bewerten
  • Neutraktoren werden wieder interessanter
  • Traktorzulassungen zeigen Trend zur Neumaschine
  • Wann sich ein gebrauchter Traktor lohnt
  • Unabhängige Bewertung für Gebrauchttraktoren

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Kontakt zum Autor

Johannes Paar

LANDWIRT Redaktion

Bewirtschaftet einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb in der Oststeiermark. Seit seiner Fachausbildung zum Landwirtschaftslehrer und Berater begeistert er sich für Landtechnik – ein Fach, das er auch 13 Jahre lang an der Bildungswerkstatt Mold unterrichtete. In den Sommermonaten war er damals als Erntehelfer auf einem Gutsbetrieb in Oberfranken tätig. Seit 2001 testet er mit einem Team von Praktikern Landmaschinen und verantwortet zusammen mit Lukas Weninger die Landtechnik im LANDWIRT. Bis 2022 hatte er gemeinsam mit Angelika Leitner die Chefredaktion inne.

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