ForstSo schärfen Sie die Motorsägenkette

So schärfen Sie die Motorsägenkette

Quelle: Jäger

Nur eine scharfe Kette hat eine optimale Schneid, nützt sich weniger ab und gewährleistet ein sicheres Arbeiten. Beim Profi gehört das Kettenschärfen zu den täglichen Wartungsarbeiten. Wie oft Sie bei Ihrer Motorsäge zur Feile greifen müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich sollten Sie Ihre Motorsäge spätestens dann schärfen, wenn

  • die Sägekette nicht mehr selbst ins Holz zieht und ein hoher Kraftaufwand erforderlich ist.
  • beim Ablängen nur feines Sägemehl statt großer Späne entsteht.
  • der Schnitt schief wird oder sein präzises Ansetzen nicht mehr gelingt.
  • sich Rauch entwickelt.

Wie schnell eine Motorsäge stumpf wird, hängt von Dauer und Intensität des Einsatzes ab. Rudolf Zangl von der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl empfiehlt: „Arbeiten Sie mit der Säge nicht so lange, bis diese ganz stumpf ist.  Schärfen Sie lieber öfters und feilen dabei nur wenig ab.“ Bei der Arbeit im Weichholz schärft er die Kette seiner Motorsäge nach drei bis vier Tanks. Vor dem Schärfen überprüft Zangl die Kettenspannung. Dafür hebt er die Schwertspitze an. Die Kette muss an der Unterseite des Schwertes anliegen und dabei an der Oberseite noch mit zwei Fingern bewegbar sein.

Passende Rundfeile

Es gibt zwar auch elektrische Schärfgeräte, Zangl schwört bei dieser Arbeit aber auf die Rundfeile. Nicht jede Feile passt zu jeder Sägekette (Bestandteile der Sägekette: siehe Abbildung auf Seite 68).  Den korrekten Durchmesser der Feile bestimmen Sie anhand der Kettenteilung. Die Kettenteilung wird grundsätzlich in Zoll angegeben. Sie ist die Länge zwischen drei Nieten, geteilt durch zwei (1). Gängige Kettenteilungen sind 3/8 Zoll, .325 Zoll und 3/8 picco. Bei einer Kettenteilung von .325 Zoll beträgt der Abstand zwischen der Mitte von Niete eins und der Mitte von Niete drei beispielsweise 16,5 mm, geteilt durch zwei ergibt das 8,25 mm. Die Kettenteilung ist meistens auch auf dem Schwert vermerkt, jedoch sicher in der Betriebsanleitung.  Der Tipp vom Profi: „Die Feile soll im  Durchmesser ungefähr ein Fünftel über[1]stehen. Bei einer zu kleinen Feile kann die Kette reißen. Eine zu große Feile bewirkt einen rückhängenden Zahn, wo[1]durch die Säge ins Holz gedrückt werden  muss.“ Pro Sägekette verbraucht der Profi zwei bis drei Rundfeilen.

Was der Artikel noch bereithält:

  • Richtiger Winkel
  • Tiefenbegrenzer schärfen
  • Zahnformen
  • Tipps vom Profi
  • u.v.m.

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