LandtechnikAckerbautechnikMähdrescherSojabohnen ernten: Tief mähen, schonend dreschen

Sojabohnen ernten: Tief mähen, schonend dreschen

Sobald die meisten Blätter abgefallen sind, können Sie die Soja-Ernte ins Auge fassen.
Quelle: Feiffer

Die Abreife der Sojapflanze beginnt mit der Färbung der Blätter. Wenn sie größtenteils abgefallen sind, haben sich die Bohnen abgenabelt und rascheln in den Hülsen. Warten Sie nicht auf die letzte grüne Bohne – besonders, wenn die Witterungsaussichten nicht vielversprechend sind. Die Lagerfähigkeit der Sojabohnen ist zwar erst bei Kornfeuchten um 11 % erreicht, aber Saatgut und Konsumware fasst man nicht unter 13 % an. Denn dann steigt die Gefahr der Samenverletzungen steil an. Moderne Sorten sind mittlerweile zwar recht platzfest, aber prüfen Sie dennoch regelmäßig die Vorernteverluste durch aufgeplatzte Hülsen.

Die größte Herausforderung bei den Sojabohnen ist es, sie tief genug abzuschneiden. Sojapflanzen haben einen sehr niedrigen Hülsenansatz. Manchmal muss man bei sehr tiefem Hülsenansatz sogar den unteren Quirl verloren geben, weil man einfach mit dem Messerbalken nicht darunter kommt. Das kann durchaus Größenordnungen von 10 bis 20 % einnehmen. Verbleibt nur eine einzelne Hülse an jedem abgeschnittenen Stängel, beträgt der Verlust schon etwa 8 %. Der Messerbalken muss also auf dem Boden schleifen, damit die unteren Hülsen gut erfasst werden. Bei unebenem Saatbett und aufliegenden Steinen hat man Probleme mit Erd- und Steinaufnahme oder mit hohen Schnitthülsenverlusten. Am besten funktioniert es mit einem flexiblen Messerbalken. Die einzelnen Segmente folgen der Bodenkontur und können nach oben und unten gut ausweichen.

Kommentare